Bayrische Sprüche – Bayrisch für Anfänger2018-09-28T07:08:44+02:00

Bayrische Sprüche, Bayerisch-Kurs und Bayrisch für Anfänger

Bayrische Sprüche und Redensarten findet man haufenweise im Internet, wenn man „Bayrisch-Kurs“, „Bayrisch für Anfänger“, „Bayerisch lernen“ o.ä. Suchbegriffe in die Suchmaschine eingibt. Alle Seiten verheißen, dass man sich mit einem Basis-Repertoire von ca. 20 „bayrischen Sprüchen“ auf der Wiesn sowie im gesamten bayerischen Gebiet verständigen kann.

Dem kundigen Leser fällt auf all diesen Seiten die falsche Schreibweise „bayrisch“ oder „bayerisch“ auf. Wenn es um die Sprache, also um Bairisch, geht, lautet die Schreibweise „bairisch“. Host mi? Erfahren Sie hier, wann man bairisch, bayerisch oder bayrisch schreibt.

Nachfolgend wollen wir die so genannten „bayerischen Sprüche“ oder „bayrischen Redensarten“ sowie die zugehörige Übersetzung genauer unter die Lupe nehmen. Die jeweilige Schreibung der verschiedenen Zitate wird an dieser Stelle bewusst nicht kommentiert.

Servus beinand oder Griaß God = Herzliche Begrüßung.
Etwas kurz für eine herzliche Begrüßung…

A Hendl, a Brezn und an Obatztn = Ein Hähnchen, eine Brezel und etwas Käse.
Da muss jemand einen ordentlichen Hunger haben, um diese Portion zu schaffen…

No a Mass, biddscheen – Noch einen Liter Bier, bitte!
Der zieht ganz schön an. Wenn er in diesem Tempo weiter macht, liegt er in spätestens einer Stunde unter dem Tisch.

Oans, zwoa, gsuffa – Trinkspruch
Nun wird er schon gesellig, unser „Wiesn-Touri“. „Oans, zwoa, gsuffa“ ist Teil des Refrains von „In München steht ein Hofbräuhaus“.

Wo is’ns Haisl? – Wo finde ich denn die Toilette?
Da will was raus. Jetzt aber schnell…

Bas auf, dass da dai Rozgloggn ned d‘ Fiass obschlogt – Pass auf, dass deine Nase nicht läuft!
Mit einem Schnupfen sollte man generell lieber daheim bleiben und größere Menschenansammlungen meiden.

Dea danzt wia da Lump am Schdägga – Er tanzt verdammt gut.
Das Schlitzohr war gar nicht auf der Toilette, sondern hat ein paar Tische weiter mit den Mädels getanzt…

Wos sogst – Wie bitte?
Ja, tatsächlich, so ist es!

Glei foid da Wadschnbam um – Gleich gibt es ein paar Ohrfeigen!
Es ist immer das Gleiche: Erst saufen, dann aggressiv…

I kimm ned auf der Brennsubbn daher! – Ich bin doch nicht blöd!
Das behaupten sie alle…

Mogst a Bren’zn? – Möchtest du eine Brezel?
Bren’zn? – Das Bier tut seine Wirkung, die Zunge will nicht mehr so recht…

Kinna dad i scho, oba meng dua i ned! – Ich könnte schon, aber ich möchte nicht.
Ach so, war nur Spaß, dieses Gelalle?

Hau di hera, dann samma mehra – setz dich hin, dann sind wir mehr!
Ein geflügeltes Wort, das Sie mit Sicherheit mehr als einmal hören werden.

I mog di – ich mag dich!
Freut mich, vielen Dank!

Mogst a Busserl – möchtest du einen Kuss?
Im Moment ist mir eher nicht danach!

I glab dir brennt da Huat – Ich glaube, du spinnst!
Also bitte, wenn die Dame jetzt nicht küssen möchte, sollten Sie das respektieren und nicht gleich ausfällig werden.

Na, Spatzl, wia waas – Na, Schätzchen, wie wär’s mit uns beiden?
Macht der jetzt doch glatt die Nachbarin an…

Helfdagod – Gesundheit!
Hat der mit seinem Schnupfen also schon welche angesteckt…

I geh amoi aufs Heisl – Ich gehe mal auf die Toilette!
Händewaschen nicht vergessen!

Schleich di – Verschwinde!
Ist wohl wirklich besser, wenn wir jetzt gehen!

Pfiat eich, servus und noch viel Spaß auf der Wiesn!

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Dialekt-Profis können sich an diesem Fluch versuchen:
Himmeherrgottsakramentzefixhallelujamileckstamarschscheißglumpvareckts

Abschließend ein paar nicht ganz so abgedroschene Sprüche:

Servus, guad schaugst aus, host heid scho gspiebn? – Hallo, gut siehst du aus, hast du dich heute schon übergeben?
Diese charmante Frage sorgt mit Sicherheit für gute Laune…

Des bissl wos i iß, konn i dringa aa – das Wenige, das ich esse, kann ich auch trinken!

Der braucht Kontaktlinsen, dass a bis zu de Bruinglasl fiere siehgt – Der ist so kurzsichtig, dass er Kontaktlinsen benötigt um bis zu den Brillengläsern sehen zu können.

Da Kopf duad weh und d’Haxn stinga, do muaß i glei a Bier drauf dringa! – Der Schädel brummt, die Füße stinken, da muss ich gleich ein Bier drauf trinken! Ja, der Nachdurst hat es in sich…

Mei, mia duad as Herz so weh, wenn i vom Masskruag den Boden seh! – Ach Gott, mir tut das Herz so weh, wenn ich vom Masskrug den Boden seh!
Zeit für die nächste Mass!

„Liaba krumme Finger vom Kriaglhoiddn ois wiar an Buggl vo da Arbad!“, hod da Knecht gsagt und no a Mass bstellt. – „Lieber krumme Finger vom Krughalten als einen Buckel vom Arbeiten!“, sagte der Knecht und bestellte sich noch einen Liter Bier.

O du oide Hobebank, gestern hamma gsuffa, heid samma krank! – O du alte Hobelbank, gestern haben wir gesoffen, heute sind wir krank!