Aussprache der bairischen Mundart

Vereinfachte Lautschriftbayrisches-woerterbuch-aussprache

 

Da Englisch bzw. „Denglisch“ mittlerweile den meisten vertrauter ist als unser heimischer, bairischer Dialekt, verwende ich zur Erläuterung meiner vereinfachten Lautschrift auch englische Klangbeispiele.

Einfache Laute

àsehr helles à, wie in Para:de, Karat, Spagat; engl. butler, dust.
Beispiele: Radi [rà:de] = Rettich; Madl [mà:dl] = Mädchen
ådumpfes a, zum offenen o klingend, wie in Wort, Post, Moll, toll.
Beispiele: i hab [håb]= ich habe, i mag [må:g]= ich mag
aNormales a, wie in Fahrkarte, Straßenbelag, Lager.
Beispiele: Walli [walle] = Walburga, Abrui [abrui] = April, Datzn [dazzn] = Tatze
egeschlossenes e wie in Rebe, Leben, Fee.
Beispiele: Bredl [bre:dl] = Brett, des [de:s] = das, Schlegel [schle:gl] = schwerer Hammer
ädas geschlossene e wie schriftdeutsch nett, fett wird bairisch als ä gesprochen.
Beispiele: sehgn [säng] = sehen, Besn [bä:sn] = Besen
ogeschlossenes o wie schriftdeutsch Lob, Soße
Beispiele: Topferl [dobbfàl] = Töpfchen, Kopferl [kobbfàl] = Köpfchen

Diphtonge – Doppellaute

äiGeld [gäid], Feld [fäid], beinand [bäinand],
(vergleichbar mit dem „a“ in englischen Wörtern wie base, case)
åi (klingend = eu)malen [måin], zahlen [zåin], Dalln [dåin] = Delle, Beule
auhaun [haun], schaugn [schaung] = schauen, Daum [daum] = Taube
wern [wn] = werden, eahm [m] = ihm, Deandl [dndl] = Mädchen
ai (ei)um Missverständnisse zu vermeiden, verwende ich in der Lautschrift ausschließlich ai.
Leut [laid] = Leute, Beutl [baidl] = Beutel, Sack, Pfeife = [bfaiffà]
müde [md], gießen [gssn]
allein [àll]
oiHolz [hoiz], Stolz [schdoizz]
ouKot [koud] (= Erde, Erdreich), Brot [broud]
Kuh [k], Ruhe [r]
uiBrille [bruin], Film [fuim]
[:] Doppelpunkt hinter einem Vokal: der Selbstlaut wird lang gedehnt z.B. gehen = geh = [ge:], Käse = Kas = [kà:s], nein = naa = [nà:]
Unterstrichene Vokale bzw. Silben werden betont. Konsequenterweise habe ich auch Vokale in Wörtern mit nur einer Silbe unterstrichen.