Leberkas oder Leberkäse ist eine bayerische Spezialität, die trotz ihres Namens in der Regel keine Leber enthält. Er besteht hauptsächlich aus Schweine- und Rindfleisch, Speck, Wasser, Zwiebeln, Salz und Gewürzen. Die Masse wird fein zerkleinert, in eine Kastenform gefüllt und im Ofen gebacken.
Geschichte:
* Die Geschichte des Leberkäses reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Der Legende nach wurde er von einem Metzger am Mannheimer Hof des Kurfürsten Karl Theodor erfunden.
* Als Karl Theodor 1778 Kurfürst von Bayern wurde, brachte er seinen Metzger mit nach München. Dieser soll dann den Leberkäse erfunden haben.
* Ursprünglich wurde er wohl mit Leber hergestellt, aber im Laufe der Zeit hat sich die Rezeptur geändert.
Zubereitung und Verzehr:
* Leberkäse wird traditionell in einer Kastenform gebacken und kann warm oder kalt gegessen werden.
* In Bayern ist die „Leberkässemmel“ ein beliebter Snack. Dabei wird eine Scheibe Leberkäse in ein Brötchen gelegt, oft mit süßem Senf.
* Er wird aber auch gerne als Hauptgericht mit Bratkartoffeln und Spiegelei serviert.
* Auch kalt, zusammen mit Essiggurken und frischem Brot ist er eine beliebte Mahlzeit.
Besonderheiten:
* Leberkäs ist in ganz Bayern und seinen Grenzregionen sehr beliebt.
* Es gibt verschiedene Variationen, wie zum Beispiel den Käseleberkäse, der mit Käse verfeinert ist, oder den Pizzaleberkäse mit Paprika und Käse.
* Die Bezeichnung „Leberkäse“ ist irreführend, da er in der Regel keine Leber enthält. In Deutschland wird er daher oft auch als „Fleischkäse“ bezeichnet.