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Buchstabe Z

z

1zu (lokale Präposition in Verbindung mit Ortsnamen: z Minga = in München) 2zu (des is ma z blöd = das ist unter meinem Niveau; z kloa, z groß...)

zaach
zach
(Adj.) [zà:ch]

1zäh (des Fleisch is zaach...) 2ausdauernd, hartnäckig, unermüdlich, zielstrebig (da Sepp is a zacher Hund; wos er wui, kriagt er...)

Zach [Zàch]
Zachä
[Zàchä]

Zacharias

Zacherl [Zàchàl]

Zacharias

Zacherl, das [Zàchàl]

Träne, Zähre

Zachäus, der [Zachäus]

Kirchweihfahne

zahnen [za:nà]

1zahnen (ein Säugling bekommt die ersten Zähne) 2grinsen 3weinen

zahnerte Holzfuchs, der
[za:nàde Hoizfux]

hinterhältiger, schadenfroher Mensch

Zahnderl, das [Zà:ndàl]

Zähnchen, Kinderzahn

Zahnlucke, die [Za:nluggà]
Zahnluckn, die [Za:nluggn]

Zahnlücke

zahnluckert (Adj.) [za:nluggàd]

zahnlückig

zamm (Adv.) [zamm]
zamma
(Adv.) [zammà]

zusammen

Zamperl, der [Zàmbbàl]

kleiner Hund

Zapfen, der [Zabbfà]

1langweilige Person ohne Ausstrahlung 2scherzhafte Bezeichnung für Klarinette

zäpfert (Adj.) [zäbbfàd]

kränklich, schwächlich

Zapferl, das [Zàbbfàl]

1Zäpfchen (Teil des weichen Gaumens "Rachenzäpfchen" 2Medikament in Form einer länglichen, gleitfähigen Kapsel, die rektal eingeführt wird

zapfert (Adj.) [zabbfàd]

langweilig, fad, desinteressiert

zarren [zà:rn]

ziehen, zerren (...wos zarrst denn du daher?)

zaundürr (Adj.) [zoudirr/zoundirr]

äußerst mager, klapperdürr

zeam (Adj.) [zm]

1lustig, fröhlich, zünftig (Do geht s zeam zua...) 2schön (Du bist aber zeam beinand...)

Zeck, der [Zägg]

Zecke (Blutsauger)

zeckalfett
zeckerlfett
(Adj.) [zäggàlfädd]

gut genährt, dick

Zefix [Zäfixx/Zefixx]

Fluch (abgeschwächte Form von Kruzifix)

Zeger, der [Zä:gà]
Zegerer
, der [Zä:gàrà]

Tragekorb, Handkorb

Zehe, der [Zä:chà]

Zeh, der, Zehe, die

Zehenkas, der [Zä:chànka:s]

Fußschweiß

zehne [ze:ne]

zehn (zehne hat s gschlagn...)

Zehnerl, das [Ze:nàl]

10-Pfennig-/10-Euro-Cent-Münze

zeideln
zeidln
[zaidln]

melken

Zeiserl, das [Zaisàl]

Zeisig

Zeiserlwagen, der [Zaisàlwång]

Gefängniswagen, Polizeiwagen zum Transport von Häftlingen

zeitig (Adj.) [zaidig]

1frühzeitig, rechtzeitig 2reif (Obst, Gemüse)

Zeitl, das [Zaidl]

kurze Zeit, ein Weilchen

Zeitlang, die [Zaidlang]

1eine gewisse Zeit (lang) 2Heimweh, Sehnsucht (i hob so Zeitlang nach Dir g'habt = ich habe Dich sehr vermisst oder ich hatte große Sehnsucht nach Dir)

zelteln [zäiddln]

campen, zelten (unsere Kinder fahren morgen zum Zelteln...)

Zelten, der [Zäiddn]

1Lebkuchen, Süßgebäck 2langweiliger, ungeschickter Kerl (Lalle)

Zeltl, das [Zäiddl]
Zeltn
, die [Zäiddn]

1Bonbon 2Keks, Plätzchen Vorschlag aus Denkendorf

Zenta (Centa) [Zendda]

Kurzform von Kreszentia, Kreszenz

Zenterling, der [Zenddàling]
(Senterling)

großes Stück Fleisch, das geselcht (geräuchert) wird. Das konnte in früherer Zeit ein vierteltes Schwein sein, heute werden meist kleinere Stücke geselcht.

Zenz
Zenzi
[Zennz/Zennze]

Kurzform von Kreszentia, Kreszenz

zepfen [zäbbfà]

kränkeln, schwächeln

zepfert (Adj.) [zäbbfàd]

kränklich, schwächlich

zerkriegen, sich [zgrng]

sich entzweien, verfeinden, zerstreiten

zerreißen
zreißen
[zraissn]

1bersten, platzen,. explodieren (den werds vor lauter Fettn amoi zreißen...) 2(nichts/nicht viel) zustandebringen, erreichen (mit der Mannschaft werns ned vui zreißen...)

zerschd [zschd]
zerst [zsd]

zuerst, zunächst (zerschd mach mar amoi gscheid Brotzeit...)

Ziach, die [Zch]

Akkordeon, Ziehharmonika

Ziachspieler, der [Zchschbi:là]

Akkordeon-, Harmonikaspieler

ziagn [zng]

ziehen

Zibeben, die [Ziwem] (Sg./Pl.)

Rosine(n), Korinthe

Ziech, die [Zch]

Akkordeon, Ziehharmonika

Ziechspieler, der [Zchschbi:là]

Akkordeon-, Harmonikaspieler

Ziefern, die [Zi:fàn]

widerliches, lästiges Frauenzimmer

Ziewerl, das [Ziwàl]

Küken

Zigarettenbürscherl, das
[Zigàräddnbiàschàl/
Zigräddnbiàschàl]

Früchtchen, Halbwüchsiger (Reiß di zamm, du windigs Zigarettnbürscherl? Du konnst ja no ned amoi grod biesln!)

Zigeuner, der [Zigäinà]

1Vagabund 2unseriöser, nicht vertrauenswürdiger Mensch, Gauner, Strolch 3Gesindel, Lumpenpack

zigeunern [zigäinàn]

1unstet umherziehen 2sich herumtreiben, die Kneipen unsicher machen (hast wieder die ganze Nacht rumzigeunert?)

Zilli [Zille] (Cilli)

Kurzform von Cäcilia

Zillen, die [Zuin]

Kahn, Boot, kleines Schiff

Zinken, der [Zinggn]

große, stattliche Nase (da Huaba hod vielleicht an Trumm Zinkn...)

Zinnober, der [Zino:wà]

1dummes Zeug, Unfug, Unsinn 2Trara

einen Zinnober machen = großes Aufheben veranstalten (wegn meim Geburtstag brauchts koan solchern Zinnober...)

zinseln
zinzeln
[zinsän]

pinkeln, urinieren

Zipf, der [Zibf]

1Zipfel, Spitze, Ende 2Geflügelkrankheit (Pips - hornartige Verhärtung der Zungenspitze) Vorschlag aus Traunwalchen

zipfeln [zibbfen]

kränkeln, schwächeln

zipfert (Adj.) [zibbfàd]

kränklich, schwächlich

Zipferl, das [Zibbfàl]

1kleiner Zipfel 2Knabenpenis (scham di, mi m Zipferl spuit ma ned!)

Zipfel, der [Zibbfe]

1Zipfel (Wurstzipfel, Bettzipfel) 2Penis (die einzig zutreffende Definition fürs männliche Geschlechtsteil!) 3langweiliger Kerl, Lahmarsch

Zipfelhaube, die [Zibbfehaum]

Zipfelmütze

Zipfelklatscher, der [Zibbfegladschà]

Depp, Blödmann, Unsympath (Was man sich sonst noch alles unter "Zipfelklatscher" vorstellen kann, bleibt Ihrer werten Fantasie überlassen...)

zipfeln [zibbfen]

herumtrödeln, Zeit verschwenden

Zipfhenne, die [Zibbfhe:nà]

wehleidiges Frauenzimmer

zischen [zischn]

gierig, hastig trinken, (Getränk) runterschütten (iatz hob i schnell a paar Weißbier zischt...)

Zispen, die (Pl.) [Zischbbm]

Arbeitsstiefel (Stallarbeit), Gummistiefel Vorschlag und Definition Heinz Seidenschwann - München

Zitterer, der [Zi:dàrà]

1das Zittern (an Zitterer/Tatterer hobn) 2die wackelige, klare Gelatine der Bratensülze

Zittracher, der [Zi:dr'a:chà]

Hautflechte, rissige Haut

Ziwerl, das [Ziwàl]

Küken

Zitzibee, der/das [Zizzibä:]

Kohlmeise

zkriagn, sich [zgrng]

sich entzweien, verfeinden, zerstreiten

zletzt [zlezzd]

zu guter Letzt

zliab [zlb]

zuliebe (...dua's mir zliab!)

znachst (Adv.) [znàxd]

kürzlich, neulich, vor kurzem

znapft (Adj.) [znàbbfd]

struppig, zerzaust

zodert (Adj.) [zo:dàd]

langhaarig, struppig, ungepflegt, zerzaust, zottelig

Zottern, die (Pl.) [Zo:dàn]

lange, ungepflegte Haare

zottert (Adj.) [zo:dàd]

langhaarig, struppig, ungepflegt, zerzaust, zottelig

Zornbinkel, der
[Znbinggl/Zornbinggl]

jähzorniger Mensch

zottlert (Adj.) [zoddlàd]

langhaarig, struppig, ungepflegt, zerzaust, zottelig

Zotzen, die (Pl.) [Zo:zn]

lange, ungepflegte Haare

zotzert (Adj.) [zo:zàd]

zottelig, zerzaust

zerrauft (Adj.) [zràffd]

struppig, ungekämmt

zruck (Adv.) [zrugg]

zurück

zschuss [dschu:s]

zurecht

wennst ned zschuss kimmst, sagst ma's = wenn du nicht zurecht kommst, teil es mir bitte mit

ztod (Adv.) [zdo:d/zdoud]

sehr, überaus (des Weib regt mi ztod auf...)

zu [z] (1=Adv;2=Adj.)

1geschlossen (da Wirt hod heid zua = der Wirt hat heute Ruhetag) 2total betrunken (zua wiar a Handbrems...)

Zuawaziager, der [Zwàziàgà]

Fernglas

Zuber, der [Zuwà]
Zubern, der [Zuwàn]

Bottich, Holzschaff

zubringen [zuabringà]

1zumachen, schließen können (i bring mei Hosn nimmer zua...) 2vermitteln, verschaffen (die Arbeitsstell hod eahm a Spezl zuabracht...)

Zuchtel, die [Zuchddl]

1weibliches Mutterschwein 2schlampige, verwahrloste Frau 3Versautes Frauenzimmer

Zudeck, die [Zuadegg]

Decke, Bettdecke

zugehen [zuage:]

1sich schließen lassen (der Reißverschluss geht ned zua...) 2sich ereignen, vor sich gehen (heut gehts wieder ganz schee zua auf der Strass...)

Zugehfrau, die [Zuage:frau]

Haushaltshilfe, Putzfrau

Zugereiste, der [Zgroàsdà]
Zugereiste, die [Zgroàsde]

Fremder, neu Zugezogener, "Nichteinheimischer"

Zugharmonie, die
[Zu:chhàmone/Zu:ghamone]

Akkordeon, Ziehharmonika

Zugscheitel, das
[Zu:chschaidl/Zugschaidl]

Querholz im Ochsengeschirr

zuhauen [zuahaun]

1Tür, Fenster, Deckel kräftig und laut schließen 2zuschlagen, prügeln

zumachen [zmàchà]

1schließen (...wann macht der Bäcker zua?) 2(Wetter) sich bewölken, zuziehen

Zumpfel, die [Zumbbfe]

schlampige, liederliche Frau

Zünderer, der [Zinddàrà]

Alkoholrausch (gestern hast wieder an gscheitn Zünderer ghabt, mei Liaber...)

zündig (Adj.) [zinndde/zinnddig]

grantig, wütend (...mach mi ja ned zündig, sonst staubts!)

zünftig (Adj.) [zimbbfdig]

fidel, lustig, stimmungsvoll, urwüchsig

zupfen [zubbfà]

1anschlagen (Saiten zupfen...) 2ernten (Hopfen, Beeren) 3abhauen, verschwinden (sich zupfen: zupf di, sonst fangst oane!)

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Zupfgeigen, die [Zubbfgaing]

1Geige 2etwas durchgedrehte, übernervöse Frau

Zupfgeigenhansl, der
[Zubbfgainghànsl]

1Geigenspieler 2Liederbuchreihe

Zupfhenne, die [Zubbfhenà]

überspanntes Weib; blöde Zicke

zura (Adv.) [zrà]
zuwa
(Adv.) [zwà]

her, heran, herbei (rutsch zuawa, Madl = rück näher, Baby, du willst es doch auch)

Zurazerrer, der [Zràzà:rà]

Fernglas

zuri (Adv.) [zre]
zuwa
(Adv.) [zwà]

auf etwas zu, hin

zusammenbatzen
[zammabà:zn/zammbà:zn]

zusammendrücken, aneinander drücken (im Bus hamma uns ganz eng zammbatzt, dass ma alle neipasst ham...)

zusammenbudeln
[zammàbudln/zammbudln]

zusammenknüllen

zusammenbürsteln
[zammabiàschdln/zammbiàschdln]

heftig schelten, schimpfen

zusammendätschen
[zammadädschn/zammdädschn]

platt drücken, zerquetschen

zusammendreschen
[zammàdreschn/zammdreschn]

1niederschlagen, zusammenschlagen 2zertrümmern

zusammenessen
[zammàessn/zammessn]

aufessen

zusammenfahren
[zammàfa:n/zammàfarn/
zammfa:n/zammfarn]

1überfahren (Verkehrsunfall mit Mensch/Tier) 2Kollision von zwei oder mehr Beteiligten (Straßenverkehr)

zusammenfallen
[zammàfåin/zammfåin]

1(hin)fallen, stürzen 2einstürzen, verfallen 3alt, schwach, kränklich werden

zusammenfieseln
[zammàfi:sln/zammfi:sln]

restlos abnagen

zusammenflicken
[zammàfliggà/zammfliggà]

1zusammennähen (Stoff, Textilien) 2etwas behelfsmäßig reparieren, ausbessern 3Medizinische OP: nach sei m Unfall hams n wieder zammgflickt...

zusammenfotzen
[zammàfozzn/zammfozzn]

jmdm. heftig Ohrfeigen verabreichen

zusammenfressen
[zammàfressn/zammfressn]

1gierig, unmäßig essen, reinschlingen 2auffressen

zusammengehen
[zammàge:/zammge:]

1stattfinden, sich ereignen (bei dem Wirt geht gar nix zamm...) 2darauf ankommen, eine Rolle spielen (auf des Noagerl geht s aa nimmer zamm...) 3gerinnen (pfui Deife, die Muich is zammganga...)

zusammengehutzelt
[zammàkuzzld/zammkuzzld]

vertrocknet, verwelkt

zusammengesoffen
[zammàgsuffà/zammgsuffà]

1ausgetrunken, leergetrunken 2vom Alkohol gezeichnet (der is scho ganz schee zammgsuffa...)

Zusammengesoffene, der
[Zammàgsuffàne/
Zammgsuffàne]

ein von Alkoholmissbrauch Gezeichneter

zusammengezupft
[zammàzubbfd/zammzubbfd]

billig, geschmacklos gekleidet (schau s o, die zammzupfte Henna...)

zusammenhauen
[zammàhaun/zammhaun]

1etwas zerbrechen, entzwei schlagen 2jmdn.zusammenschlagen, verprügeln (...i hau di zamm, du Hund!) 3gierig essen, verschlingen 4jmdm. haut es das Gestell zusammen: einen Schwächeanfall erleiden (nach dem Vierhundertmeterlauf hat s mir as Gstell zammghaut; wia am Huaba sei Frau gstorbn is, hod s eahm as Gstell gscheit zammghaut)

zusammenhelfen
[zammàhäiffà/zammhäiffà]

1sich gegenseitig unterstützen, helfen 2gemeinsam, Hand in Hand arbeiten (auf gut bairisch: Teamwork!)

zusammenkehren
[zammàkeàn/zammkeàn]

aufffegen, aufkehren

zusammenklauben
[zammàglaum/zammglaum]

auflesen, einsammeln, pflücken

zusammenkommen
[zammàkemmà/zammkemmà/
zammàkummà/zammkummà]

1sich treffen, tagen, sich wieder sehen 2nicht darauf ankommen, keine Rolle spielen (auf des kummt's iatz aa nimmer zamm...)

zusammenläuten
[zammàlaiddn/zammlaiddn]

1Kirchenglockengeläut: zur Hlg. Messe, Rosenkranz oder Andacht läuten (mach, dass d in d Kirch kimmst, zammläutn duads scho!) 2im Wirtshaus od. Bierzelt kräftig mit den Krügen anstoßen

zusammenlegen
[zammàleng/zammleng]

(Wäsche, Servietten) falten

zusammenpackeln
[zammàbàggln/zammbàggln]

zusammenpacken

zusammenpacken
[zammàbaggà/zammbaggà]

1einpacken, einwickeln 2für die Reise packen 3ein Vorhaben, eine Tätigkeit aufgeben (...jetzt könn ma zammpackn!) 4derbe Ausdrucksweise für: mit einer Frau schlafen (...zum Schluss hod er s aa no zammpackt, der Dreckhammel!)

zusammenpfeifen
[zammàbfaiffà/zammbfaiffà]

zusammenstauchen, schimpfen, tadeln zurechtweisen (auf guad bairisch: gscheit zammscheißen!)

zusammenplärren
[zammàbleàn/zammbleàn]

anbrüllen, niederbrüllen, niederschreien

zusammenputzen
[zammàbuzzn/zammbuzzn]

1aufwischen (iatz muaß i erst den Dreck zammbutzn...) 2heftig schelten, schimpfen (mei, hod mi da Chef heid zammbutzt...) 3gierig essen und trinken (...der hod drei Maß Bier, oa Schweinshaxn und zwoa Knödl ganz alloa zammbutzt!)

zusammenrackern, sich
[zammàràggàn/zammràggàn]

sich plagen, schinden, überanstrengen

zusammenraufen, sich
[zammàràffà/zammràffà]

sich einigen

zusammenräumen
[zammàràmmà/zammràmmà]

aufräumen, Ordnung schaffen

zusammenreißen
[zammàraissn/zammraissn]

zerreißen, auseinanderreißen (Vor lauter Wuad hob i des Buidl zammgrissn...)

d Huaberin hod s gscheit zammgrissen = Frau Huber hat körperlich schwer abgebaut

zusammenrennen
[zammàrenà/zammrenà]

kollidieren, zusammenstoßen

zusammenrichten
[zammàrichdn/zammrichdn]

1Auto, Gebäude, Wohnung sanieren, herrichten, reparieren 2jmdn. gesundheitlich wiederherstellen 3sich reisefertig machen (richts euch zamm, mir fahrn glei...) 4arrangieren, bereitstellen (die Buidl fürs Album hob i scho zammgricht...)

zusammenrücken
[zammàruggà/zammruggà]

sich ernsthaft und aggressiv, u.U. handgreiflich mit jmdm. auseinandersetzen (reiß di zamm, Bürscherl, sonst ruck ma zamm!)

zusammenrumpeln
[zammàrumbben/zammrumbben]

1aneinander geraten, streiten
2
kollidieren, zusammenstoßen

zusammensaufen
[zammàsauffà/zammsauffà]

1austrinken (...saufts zamm, dann geh ma!) 2sich durch Trinken zu Grunde richten (der hod si zammgsuffa...)

zusammenscheißen
[zammàschaissn/zammschaissn]

jmdn. derb, heftig tadeln, zurechtweisen

zusammenschimpfen
[zammàschimbbfà/
zammschimbbfà]

jmdn. schelten, tadeln, maßregeln

zusammenschinden, sich
[zammàschinndn/zammschinndn]

sich abrackern, plagen

zusammenschlagen
[zammàschlång/zammschlång]

1verprügeln, niederschlagen 2zerschlagen

zusammenschlampen
[zammàschlambbm/
zammschlambbm]

Kleidung auftragen (bis zum Schluss, auch wenn sie schon löchrig ist...)

zusammenschmuckeln
[zammàschmuggln/
zammschmuggln]

kuscheln, sich aneinanderschmiegen

zusammenschreiben
[zammàschraim/zammschraim]

1etwas aufschreiben, notieren, schriftlich festhalten (schreib amoi die Stichpunkte auf am Blattl Papier zamm...) 2gedankenlos, fehlerhaft dahinschreiben (...wos hast denn da für an Schmarrn zammgschriebn?)

zusammenschustern
[zammàschuàsdàn/
zammschuàsdàn]

1unprofessionell arbeiten (...wos host denn da wieder zammgschuastert?) 2etwas provisorisch, stümperhaft anfertigen, reparieren, pfuschen

zusammenstauchen
[zammàschdauchà/
zammschdauchà]

heftig maßregeln, anpfeifen (zusammenscheißen)

zusammenstopseln
[zammàschdobbsln/
zammschdobbsln]

etwas stockend, stümperhaft ausführen, erledigen

zusammentätschen
[zammàdädschn/
zammdädschn]

platt drücken, zerquetschen

zusammentauchen
[zammàdauchà/zammdauchà]

austunken

zusammentranschen
[zammàdranschn/
zammdranschn]

Speise oder Getränk lieblos zubereiten (...wos host n da zammtranscht?)

zusammentrinken
[zammàdringà/zammdringà]

austrinken

zusammentun, sich
[zammàdoà/zammdoà]

verbünden, sich zusammenschließen

zutzeln [zu:zln]

saugen, aussaugen

zuwawandeln [zwàwàndln]
zuwiwandeln
[zwewàndln]

sich zärtlich anschmiegen, sich an jemanden kuscheln

Zuwazerrer, der [Zwàzà:rà]

Fernglas

Zuwazieher, der [Zwàziàgà]

Fernglas Vorschlag aus München

zuwider
zwider
(Adj.) [zwi:dà]

1schlecht gelaunt, grantig (wos bist denn gar so zwider?) 2unangenehm, peinlich (des is mir jetzt aber zwider...)

Zwackerl, das [Zwaggàl]

niedliches Kleinkind oder Tierbaby (mei, is des a nett's Zwackal...)

Zwanzger, der [Zwannzgà]

Zwanzigeuroschein

zwanzg [zwannzg]
zwanzge
[zwannzge]

zwanzig

zwee
zwen
[zwe:]

zwei

zweng [zweng]
zwengs
[zwengs]

wegen (zwengs wos sans kemma?)

zweng [zweng]

zu wenig

zwerch (Adj.) [zwch]

quer, schräg

Zwergerl, das [Zwgàl]

1Kleinkind 2Zwerglein

Zweschen die (Sg./Pl.) [Zwäschn]

Zwetschge, Zwetschgen

zwicken [zwiggà]

1klemmen, kneifen 2Ticket mit einer Zwickzange entwerten (abzwicken [åbzwiggà]) 3klauen, stehlen (...mein Radlschlüssel ham's zwickt.)

Zwickel, der [Zwiggl]

früher Zweimarkstück, heute Zweieuromünze (...hast an Zwickl fürn Automaten?)

Zwickerbussi, das [Zwiggàbussi]

besondere Kusstechnik: Man kneift sein Gegenüber mit Daumen und Zeigefingern leicht in beide Wangen, zieht es sanft zu sich heran und gibt ihm ein Küsschen auf den Mund.

Zwiderwurzen, die [Zwi:dàwuàzzn]

grantiger, mürrischer Mensch; Griesgram

Zwiefache, der [Zwi:fachà]

Tanz mit wechselnden Taktarten; kann mitunter ganz schön kompliziert sein - sowohl für Tänzer als auch Musikanten

Zwiefel, der [Zwi:fe]

Zwiebel

zwiefeln
zwiefen
[zwi:fen]

quälen, übertriebene Anforderungen stellen

Zwieferl, das [Zwi:fàl]

Zwiebelchen

zwiefotzert (Adj.) [zwi:fozzàd]

doppelzüngig, unehrlich, hinterhältig

zwiehaarig (Adj.) [zwi:hà:rig]

eigensinnig, widerspenstig

zwingen [zwingà]

1Zwang ausüben, keine andere Wahl lassen 2bewältigen, schaffen (bei der Arbeit: heut hamma ganz schee wos zwunga = heute haben wir viel geschafft; beim Essen: i zwing nix mehr, mir glangt's = ich kann nichts mehr essen, ich bin satt)

Zwirl, der [Zwl]

1Knoten, Verschlingung, Verwirrung (z.B. bei einem abgerollten Wollknäuel "da is a gscheiter Zwirl drin...") 2Zwirlsuppe (geschlagenes Eigelb wird in eine heiße Fleischsuppe gerührt, so dass sich Fäden bzw. "Zwirl" bilden)

zwirmen [zwmà/zwirmà]

nörgeln, quengeln

Zwistel, die [Zwissdl]

aus einer Astgabel gefertigte Steinschleuder

zwoa [zwoà]

zwei

zwoafach [zwfach]

doppelt, zweifach

zwoahaxert (Adj.) [zwhàxàd]

zweibeinig

zwölf [zwäife]

zwölf

zwurln [zwln]

drehen, reiben

Zwullsuppen, die [Zwullsubbm]

klare Suppe (Hühner- od. Rinderbrühe) mit kleinen Röllchen und Flocken ("Zwull") aus zwischen den Handflächen zerriebenem ("gezwullt") Mehlteig

zwuzeln [zwu:zln]

reiben, zerreiben (zwischen den Fingern oder Händen)

 

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Copyright © Bayrisches Wörterbuch 2011

 


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