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 Buchstabe st bis su

staad (Adj.) [schdà:d]

ruhig, still (...seids amoi staad!)

schee staad (Adv.) [sche:schdà:d] = kaum wahrnehmbar, langsam

staadlustig (Adj.) [schdà:dlussdig]

verschmitzt, still vergnügt

Stadel, der [Schdå:dl]

Scheune, Schober

St. Adelheim [Sangdda:dlhäim]

scherzhaft für Justizvollzugsanstalt Stadelheim in München

Staderer, der [Schdå:dàrà]
Stadterer, der [Schdå:dàrà]

Städter, Stadtbewohner, Stadtmensch

stadlustig (Adj.)
[schdà:dlussdig]

verschmitzt, still vergnügt

Stadt, die [Schdå:d]

größere, geschlossene Siedlung

Stadtfrack, der
[Schdå:dfràgg]

Stadtbewohner, Stadtmensch (leicht abfällig)

Staffage, die [Schdàfà:sch]

Aufmachung, schmückendes Beiwerk

Staffel, die [Schdàffe]

Treppenstufe (Tritt)

Staffelei, die [Schdafflai]

1freistehende Leiter mit ausklappbarem Stütz- teil 2Holz- oder Metallgestell zum Stützen/Hal- ten des Bildes während des Malens

Staffeln, die (Pl.) [Schdàffen]

Stiege, Treppe

Stamperl, das [Schdàmbbàl]

Schnapsglas (2 cl)

stampern [schdàmbbàn]

1davonjagen, vertreiben 2ohne Ziel bummeln, flanieren

Stampf, der [Schdamf]

Brei, Püree (aus Kartoffeln, Gemüse...)

Stampfer, der [Schdambbfà]

1Gerät, Maschine, Werkzeug zum Feststamp- fen von Erde, Straßenbelag etc. 2Küchengerät zum Zerquetschen/Zerstampfen von Speisen (z.B. Kartoffeln siehe Kartoffelstampf) 3dicke, unförmige Beine (Krautstampfer)

Ständer, der [Schdendà]

erigierter Penis

Standerl, das [Schdànndàl]

musikalisches Ständchen

Standl, das [Schdànndl]

1Verkaufsstand (Jahrmarkt, Warenmarkt) 2Kiosk

Standlfrau, die [Schdànndlfrau]

Kiosk- oder Warenmarktverkäuferin

Standlmarkt, der
[Schdànndlmargd]

Dult, Warenmarkt

Stangerl, das [Schdàngàl]
Stangl, das [Schdàngl]

kleine Stange

vom Stangerl fallen/jmdn. haut es vom Stangerl/übers Stangerl nunterfallen = sterben

Staniol, das [Schdànioi]

Stanniol; dünne, silbrig glänzende Folie aus Zinn oder Aluminium

Staniolpapierl, das
[Schdànioibabbl]

Stanniolpapier

Stanitzel, das [Schdànizl]
(Stranitzen)

Papiertüte, Spitztüte

Stanzen, die
[Schdansn/Schdounsn]
(Staunzen)

Stechmücke

stark (Adj.) [schdargg]

beleibt, dick, fest, korpulent (stark iss worn, d Huaberin, seit unserm letztn Bsuach...)

Starl, der/das [Schdà:l]

Star (Singvogel)

Stasi [Schdà:se]

Kurz-/Koseform von Anastasia

stauben [schdaum]

eine Zigarette (jetzt möcht i oane staubn...)

es staubt = eine Auseinandersetzung oder Strafe droht (wenns d heid wieder bsuffa hoam kummst, staubts; mach deine Hausauf- gaben, sonst staubts!)

staubig (Adj.) [schdauwig]

unehrlich, unzuverlässig (...so a staubiger Bruada!)

stauchen [schdauchà]

schimpfen, zurechtweisen

Stauden, die
[Schdaudn/Schdaun]
Stauern, die [Schdauàn]

Salatkopf

Staunzen, die [Schdaunsn]

Stechmücke

Stecken, der [Schdäggà]

Stock (Hackelstecken)

stecken [schdeggà]:
jmdm. etwas stecken

jmdm. ein Geheimnis verraten; etwas heim- lich mitteilen

Steckerl, das [Schdäggàl]

Stöckchen; dünner, kleiner Stock

Steckerleis, das
[Schdäggàlais]

Eis am Stiel

Steckerlfisch, der
[Schdäggàlfi:sch]

auf einen Stock gespießter, über dem Feuer gebratener Fisch

Steckerlfüße, die (Pl.)
[Schdäggàlfiàss]

dünne Beine (mit dünnen Waden)

Steckerlhaxen, die (Pl.)
[Schdäggàlhàxn]

dünne Beine (mit dünnen Waden)

steckerlgrad (Adj.)
[schdäggàlgrå:d]

schnurgerade, vollkommen gerade (steckerlgrade Haar...)

Steff [Schdäff]
Steffel/Steffl
[Schdäffe]

Kurz-/Koseform von Stefan

Steften, der [Schdäffdn]

1Stift, Nagel 2ungehobelter Kerl (...so a Bauernsteften, so a ausgschamter!)

Stehaufmanndl, das
[Schdeaufmànndl]

Stehaufmännchen

Steigen, die [Schdaing]

1primitive Treppe 2Holzkiste zum Transport von Gemüse, Obst, Salat etc. 3Lattenkäfig zum Transport von Kleinvieh

sich aufführen wie eine Steigen voller Affen = sich wild gebärden, ungebührlich benehmen

steigen [schdaing]

1tappen, treten (in einen Kuhfladen steigen...) 2stolzieren (heut steigts aber wieder, d Frau Bürgermeister...)

steinmüd (Adj.) [schdoàmd]
(stoamüad)

hundemüde, sehr müde

Stellage, die [Schdällà:sch]

1einfaches Regal 2schlechte, ungesunde Körperhaltung (...stell di gscheit hi, mach ko solcherne Stellage zamm!)

stempeln [schdembben]

1Arbeitslosengeld beziehen (...wennst selber kündigst, kannst ned zum Stempeln geh!) 2(derb)koitieren (der hat sämtliche Weiber in seim Büro gstempelt...)

Stempen, der [Schdembbm]

1Pfahl, Pflock 2kleinwüchsiger, stämmiger Mensch

Stenz, der [Schdennz]

1eingebildeter Mann, Schönling, Playboy 2Müßiggänger; einer, der der Arbeit "aus dem Weg geht"

Stephani [Schdäffàne]

Tag des Hlg. Stephanus

Sterbbildl, das [Schdbbuidl]

Sterbebild

Sternderl, das [Schdndàl]
Sterndl, das [Schdndl]

Sternchen

Sternsinger, die (Pl.)
[Schdnsingà]

Kinder, die am 6. Januar als Könige verkleidet von Haus zu Haus ziehend für einen caritati- ven Zweck sammeln

sternvolldreck (Adj.)
[schdmfoidre:g]

von oben bis unten schmutzig sein

Sterz, der [Schdzz]

Strunk von Salat oder Kohl

Stiagn, die [Schdng]

Treppe

Stiagnglander, das
[Schdngglànddà]

Treppengeländer

Stiagnglandermischung, die [Schngglànddàmischung]

Hundemischling, Mischlingshund

Stiagnglanderrass, die
[Schdngglànddàràss]

Hundemischling, Mischlingshund

Stiagnhaus, das [Schdnghaus]
(Stiegenhaus)

Treppenhaus

Stich, der [Schdi:ch]

leichter (Alkohol-)Rausch, Schwips

Stich: einen Stich haben
[ànSchdi:chåm]

1(Speisen/Getränke) schon leicht verdorben sein (die Wurst hat scho an Stich...) 2(Menschen) nicht recht bei Verstand ("nicht ganz sauber") sein

Stich: keinen Stich machen
[koànSchdi:chmachà]

bei einer Frau abblitzen (bei dera machst du koan Stich...)

Stiegen, die [Schdng]
(Stiagn)

Treppe

Stiegenglander, das
[Schdnglànddà]
(Stiagnglander)

Treppengeländer

Stiegenglandermischung, die [Schngglànddàmischung]
(Stiagnglandermischung)

Hundemischling, Mischlingshund

Stiegenglanderrass, die
[Schdngglànddàràss]
(Stiagnglanderrass)

Hundemischling, Mischlingshund

Stiegenhaus, das
[Schdnghaus]
(Stiagnhaus)

Treppenhaus

stier (Adj.) [schd]

(finanziell) abgebrannt, blank, mittellos, pleite

Stierbeutel, der [Schdbaidl]

1Stierhoden 2gemeiner, rücksichtsloser Kerl

stiereln [schdln]

1wühlen, stöbern (in der Garage rumstierln...) 2in Erinnerungen kramen, alte Geschichten wieder aufleben lassen

stieren [schdn]: jmdm. eine stieren

jmdm. eine saftige Ohrfeige verpassen

Stiergenick, das
Stiergnack, das [Schdgnàgg]

fester, kräftiger Nacken (Mensch); Stier- nacken

Stierkalbl, das [Schdkaiwe]

Bullenkalb

Stift, der [Schdiffd]

Auszubildender, Lehrling

Stiftelkopf, der [Schdiffdlkobf]
Stiftenkopf, der
[Schdiffdnkobf]

Bürstenschnitt; extrem kurzer Haarschnitt

stiften gehen [schdiffdnge:]

abhauen, verschwinden (...der is scho am ersten Tag stiften ganga.)

stinken [schdinga]: jmdm. stinkt er

jmd. ist verärgert; jmdm. missfällt etwas; jmd. hat keine Lust mehr (...langsam stinkt a ma!)

stinkert (Adj.) [schdingàd]

1stinkend, übelriechend, verdorben (...die stinkerte Wurst iß i nimmer!) 2stinkfaul, träge (der is sogar z stinkert, dass er aufsteht, wenn er sich im Kino as Sackl im Stuhl einzwickt hat...)

Stoa, der [Schd]
(Pl. Steana [Schdnà] oder Stoana [Schdnà]

Stein, Kieselstein, Ziegelstein, Felsbrocken, Findling, Grabstein

stoamüad (Adj.) [schdoàmd] (steinmüd)

hundemüde, sehr müde

Stock, der [Schdo:g]

1Blumenstock (...der Stock bliahd ned ums Varreckn!) 2Etage, Stockwerk (d Meiers wohnen im 2. Stock...) 3Häuserblock, Wohnviertel (...i geh um an Stock spaziern.)

Stockbett, das [Schdo:gbedd]

Etagenbett

Stöckelschuhe, die (Pl.)
[Schde:glschuà]

Damenschuhe mit hohen, dünnen Absätzen; High Heels; hochhackige Schuhe

stockfinster (Adj.)
[schdo:gfinzdà]

stockdunkel

stocknarrisch (Adj.)
[schdo:gnàrisch

1wütend, zornig 2deppert, nicht ganz dicht, von allen guten Geistern verlassen, meschugge

Stockschlagen, das
[Schdo:gschlång]

derbes Gesellschaftsspiel, bei dem eine Person hinknien, ihr Gesicht im Schoß eines anderen Teilnehmers verbergen und das Gesäß herausstrecken muss. Die anderen Mitspieler dürfenso lange mit der flachen Hand kräftig auf den Hintern der knienden Person schlagen, bis diese errät, wer sie geschlagen hat

stopfen [schdobbfà]

1Strümpfe flicken 2(derb) koitieren

Stopsel, der [Schdobbsl]

1Flaschenverschluss (Kronkorken, Schraub- verschluss) 2Kosename für kleines Kind

Stopsellocken, die (Pl.)
[Schdobbslloggn]

aus langen Haarsträhnen eng gedrehte Locken

stopseln [schdobbsln]

1ungeschickt, stümperhaft arbeiten 2stockend sprechen, herumdrucksen (raus mit der Sprach, stopsel net lang rum!) 3(derb) koitieren

straabhaarig (Adj.)
[schdrà:bhà:rig]

1(Haar) widerborstig 2(Person) aufsässig, eigensinnig, kratzbürstig

strafmassig (Adj.)
[schdra:fmàsse/
schdra:fmàssig]

strafbar

Strah, die [Schdrà:]

Streu

strahn [schdrà:n]

streuen

es streut jmdn. = jmd. stürzt, fällt hin

strampfeln [schdrambbfen]

1strampeln, zappeln 2sich anstrengen

Stranitzen, die [Schdrànizn]
(Stanitzel)

Papiertüte, Spitztüte

Strass, die [Schdrass]

Straße

Strauben, die [Schdraum]

süßes Backwerk, Spritzgebäck

strawanzen [schdrawànnzn

ziellos umherstreifen, sich herumtreiben

Strawanzer, der [Schdràwànnzà]

Herumtreiber, Taugenichts

Streber, der [Schdre:wà]

Ehrgeizling; (übertrieben) ehrgeiziger Mensch in Schule oder Beruf, der (meist) von Mitschülern oder der Kollegenschaft wegen seiner guten Leistungen ausgegrenzt und verachtet wird.

strebern [schdre:wàn]

eifrig lernen

streckterlängs (Adv.)
[schdreggdàlengs]
(gestreckterlängs)

der Länge nach ausgestreckt, in voller Länge

Streithammel, der
[Schdraidhàmme]

streitsüchtiger Mensch

Streithansl, der
[Schdraidhànsl]

streitsüchtiger Mensch

Strick, der [Schdri:g]

dickere Schnur, Seil

fauler Strick = Faulpelz

Strickhupfen, das
[Schdri:ghubbfà]

Seilhüpfen (Kinderspiel)

Stricksen, die (Pl.) [Schdrixn]
(Strixen)

Hiebe, Prügel, Schläge

Striezel, der [Schdri:zl]

längliches, zopfförmiges Hefegebäck

Striezi, der [Schdri:ze]

1Gauner, Herumtreiber, Strolch 2Zuhälter

Strixen, die (Pl.) [Schdrixn]
(Stricksen)

Hiebe, Prügel, Schläge

strubeln [schdru:wen]

1faseln; unüberlegt, wirr daherreden 2grübeln; quälenden Gedanken nachhängen

Strudel, der
[Schdru:dl/Schdru:l]

Speise aus dünn auseinandergezogenem oder ausgerolltem Teig, der mit Obstfüllung (Apfelstückchen und Rosinen) oder einer anderen Füllung belegt, eingerollt und in einer Backform in der Bratröhre gebacken wird

strumpfsockert (Adj.)
[schdrumfsoggàd]

nur in Socken, strumpfsockig

Stuben, die [Schdumm]

1Wohnstube 2Gastzimmer (Gasthaus, Hotel, Restaurant)

Stüberl, das [Schdüwàl]

1kleine Stube, Stübchen 2Nebenraum in Gasthaus, Hotel, Restaurant (Bergstüberl, Jägerstüberl...) 3Zimmer für die alten, im Austrag lebenden Bauersleute

Stubenmusi, die
[Schdumu:se]

1Instrumental-Besetzung in der alpenländi- schen Volksmusik (meist Saiteninstrumente) 2von Stubenmusik gespielte Musik

Stucker [Schduggà]

(unbestimmte Mengenangabe) circa, etwa, ungefähr (Stucker 20 Leut warn da...)

Stuckera/Stuckeras
[Schduggàrà/Schduggàràs]

(unbestimmte Mengenangabe) circa, etwa, ungefähr (Stuckeras 150 Leut warn bei der Fußwallfahrt dabei...)

Stückl, das [Schdigl]

1kleines Stück, Stückchen (…magst a Stückl Schokolad, Kuchen, Käs?) 2Scheibe (Brot, Wurst, Käse) 3Musikstück, Theaterstück (…des Stückl hod da Mozart) 4nettes Erlebnis, Anekdote (…mir zwoa ham etliche nette Stückl mitnand erlebt.) 5Gaunerei, Streich

stulpen [schduibbm]

stülpen, krempeln (...stulp deine Ärmel nauf, dann werns ned nass.)

Stummerl, der [Schdummàl]

jmd., der stumm ist; Taubstummer

Stumpen, der [Schdummbm]

1kleinwüchsiger Mensch 2Zigarettenkippe, Zigarettenstummel

Stutzen, der [Schduzzn]

1Wadenstrumpf 2Jagdgewehr

Stutzerl [Schdu:zal]

Kosename für kleine Kinder

Suckel, die [Suggl]

Mutterschwein, Sau

suckeln [suggln]

1nuckeln, saugen 2kleckern, sudeln (mit Brei, Flüssigkeiten, Getränken - ...suckelst scho wieder rum!)

Suckerl, das [Suggàl]

1Ferkel, junges Schwein 2jmd. der sich beschmutzt oder Schmutz verbreitet (...wisch amoi dein Mund ab, du Suckerl, du kloans!)

Suierl, das [Suiàl]

Eiterbläschen, Pustel

Sulz, die [Suizz]

Sülze (in Aspik eingelegtes Fleisch oder Gemüse)

sulzig (Adj.) [suizzig]

1gallertartig 2angeschmolzen, breiig (Schnee)

Sünd, die [Sinndd]

Sünde, Vergehen

Sünden: sich Sünden fürchten [Sinndnfiàchdn]

vor etwas zurückschrecken, sich scheuen, etwas zu tun (...Sünden daad i mi fürchten, wenn i a andere Frau oschaugert!)

sündteuer (Adj.) [sinnddaià]

sündhaft teuer, überaus teuer

sünd und schad (Adj.)
[sinnddundschå:d]

bedauerlich, jammerschade (...sünd und schad iss, dass die boarische Sprach ausstirbt!)

sunst (Adv.) [sunnzd]

sonst

Suppen, die [Subbm]

Suppe

Süpperl, das [Sibbàl]

Süppchen

surgeln [sgln]

schmieren, unleserlich schreiben

Surhaxen, die [Shàxn]

gepökelte Schweinshaxe

Suri, der [Sre]

leichter Rausch, Schwips

sutzeln [suzln]

nuckeln, saugen

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Copyright © Bayrisches Wörterbuch 2011

 


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