Artikel "die" (weibl. Sing. und 3.
Person Plural d'Resi/d'Fuaßballer)
da [dà]
der, best. Artikel
daad [dà:d] (tät)
Konjunktiv von tun (i daad
sogn/ich würde sagen)
Daama, der [Dà:mà]
Daumen
dabacka derpacken[dàbàggà]
aushalten, ertragen, bewältigen, schaffen
(i dapack's ned = ich ertrage es nicht)
dabarma derbarmen [dàbarmà]
sich erbarmen (auch als Synonym für "du
tust mir leid" = du dabarmst mi)
dabatzt derbatzt (Adj.) [dàbà:zd]
zerschmettert, zerdrückt, zermatscht
dabatzn derbatzen [dàbàzzn]
zerschmettern, zerdrücken, zermatschen
dableamaln derbleameln [dàbleàmen]
jemanden anlügen, jdm. etwas vormachen
dablecka derblecken [dàbläggà]
verhöhnen, verspotten, aufziehen
dabräsln derbröseln [dàbrä:sln]
1zerbröseln, zu Brösel
reiben 2es derbröselt jemanden: a)
jmd. ist unterlegen, jmd. verliert (d'Sechzger hat's
bei de' Bayern wieder gscheit derbröselt). b)
jmd. erleidet wirtschaftlichen Schaden (an Meier hat's
mit sei'm Gschäft gscheit derbröselt...) c)
jmd. verunglückt tödlich (an Sepp hat's auf
der Autobahn derbröselt...)
1Tatterich (krankhaftes
Zittern) 2jmd., der unter ständigem
Zittern leidet 3Angst, Furcht, Bammel (z.B.
Lampenfieber, Prüfungsangst...)
dadätschen derdätschen [dàdä:dschn]
zerdrücken, zerquetschen, zermalmen
dadepft derdepft (Adj.) [dàdäbbfd]
bestürzt, betroffen, durcheinander
dadern [då:dàn] (tattern)
zittern
dadiarrn derdürren [dàdiàn/dàdirn]
verdorren, austrocknen
dadschad datschert (Adj.) [då:dschàd]
(tatschert)
derb, plump, ungeschickt
daessen deressen [dàessn]
spachteln, schaffen, leer essen
dafahrn derfahren [dàfa:n/dàfa:rn]
überfahren, totfahren
dafallen derfallen [dàfåin]
(schwer, unter Umständen mit Todesfolge) stolpern,
stürzen
dafanga derfangen [dàfangà]
1die Fassung wiedererlangen (dafang
di wieda, so schlimm war's aa ned...) 2genesen,
sich von einer Krankheit/einem Unfall erholen (Gott sei
Dank, da Schorsch hod si wieder dafangt nach dera schwaarn
Operation...)
dafeid derfault (Adj.) [dàfai:d]
1verfault, faulig 2kompliziert,
schwierig (des is ganz schee dafeid...)
3schlau, gewieft (du bist scho a dafeida
Hund...)
dafressen derfressen [dàfressn]
spachteln, schaffen, leer essen (des könn ma
gar ned oiss derfressen...)
dafuadan derfuttern [dàfuàdàn]
füttern, durchbringen
dagadschen dergatschn [dàgà:dschn]
zerdrücken, zermatschen
dagarbn dergarmen [dàgà:rmà]
erdrosseln, erwürgen (i kunnt'n dagarma...)
dagatzen dergatzen [dàgà:zn]
zerdrücken, zermatschen
dageben dergeben [dàge:m]
sättigen (drei Paar Weißwürscht
dagebn gwiß...)
dageh dergehen [dàge:]
eine Strecke zu Fuß bewältigen (die
zehn Kilometer bis zu dir dergeh i leicht...)
daglanga derglangen [dàglangà]
erreichen, erwischen
dagneißn dergneißen [dàgnaissn]
etwas mitkriegen, eine Sache spitzkriegen,
neudeutsch: checken (ey, Mann, du bist der Checker!)
erschöpft, ausgelaugt, entkräftet
(es derloabelt jmdn. = 1er ist total kaputt,
erschöpft2er verunglückt
tödlich)
daloatn derleiten [dàloàddn]
lenken, steuern können (mir dean
d'Händ weh, i konn den Karrn boid nimmer daloaddn...)
daluren derlurn [dàluàn/dàlurn]
erspähen, beobachten
dalusen derlusen [dàlu:sn]
(aufmerksam) hören, mithören (i
hab scho derlust, was de zwoa ausgmacht ham...)
damacha dermachen [dàma:chà]
bewältigen, durchhalten, schaffen
Damal Damerl [Dà:màl/Da:màl]
Koseform von Thomas
damalang (Adv.) [dà:màlang]
dauernd, ständig (oi damalang
kimmst mit am andern Kerl daher...)
damals(Adv.) [dåmåis]
dann, in jenen Tagen, seinerzeit
damanzen dermanzen [dà:mànnzn]
bewältigen, schaffen
damatscht dermatscht [dàmàddschd]
erschöpft, fertig, kaputt
damisch (Adj.) [dà:misch]
1dumm, blöd (damische
Kuah, damische Henna) 2betäubt,
benommen (auf die Tabletten wer' i oiwei ganz
damisch...)
Damm, der [Dàmm] Dammerl, der [Dàmmàl] Dammerling, der [Dàmmàling]
Daumen
Dampf, der[Damf]
1Rausch, Schwips (ja, schee
langsam kriagn ma wieder unsern Dampf zamm...)
2Schweiß (bei dera Arbat haut's oam an
Dampf ganz schee naus...)
dampfeln [dàmbbfen]
unangenehm riechen, stinken (da herin
dampfelt's ganz gräuslich...)
dampfig (Adj.) [dàmbbfig]
drückend schwül
danageln [dànå:gln]
stechen, pieksen (Heut nacht ham mi
d'Staunzn gscheit dernagelt...)
danaxt (Adv.) [dànàxd]
kürzlich, neulich
Dandla, der Dandler, der [Dànddlà]
(Tandla)
Händler, Trödler, Altwarenhändler
dandln [dànndln] (tandeln)
tändeln, herumspielen, Zeit vertrödeln
dankschee dankschön [danggsche:]
dankeschön
dant nehmen/ packen [dàndd
nemmà/baggà]
1beim Watten ohne Trumpfeinsatz
stechen (z.B. Gras-Zehner sticht Gras-Neuner...)
2eine Angelegenheit rasch und ohne Zögern in
Angriff nehmen und erfolgreich zu Ende bringen
1(meist) störender Finger-,
Fuß-, Pfoten- oder Schuhabdruck auf Böden, Spiegeln,
Scheiben, Gläsern etc. (der frischputzte Badspiagl
is scho wieder voller Dapper...) 2ungeschickte
Bewegung, falscher Schritt (...hab i an blädn
Dapper gmacht und bin hingfalln.)
Dapper, der[Dabbà] Dapperer, der [Dabbàrà] (Tapper/Tapperer)
genügend Luft haben (Tuba blasen
daad ma gfoin, aber i derschnaufs ned...)
dasehgn dersehen [dàsäng]
erblicken, entdecken, erspähen
dasei dersell [dàsäi]
derjenige, derselbe
dasig (Adj.) [dà:sig]
still, niedergeschlagen
dasig(Adj.) [dåsig]
einheimisch, ortsansässig
dasoacha derseichen [dàsoàchd]
1vom Regen durchnässt werden
(...beim Wandern hods uns gscheid dasoacht.)
2den hods dasoacht (sagt man, wenn beim
Eisstockschießen ein Schub zu schwach geraten ist.)
Vorschlag aus Niederbayern
daspechten derspechten [dàschbächddn]
erspähen, beobachten
dastessen derstessen [dàschdässn]
1zerschlagen, zerstören 2sich
derstessen = sich vor Arbeit förmlich "zu Tode
stoßen", verschleißen
datragen dertragen [dàdrång]
1eine Last, ein Gewicht tragen (den
Schulranzen kann ma ja fast ned dertragen...)
2aushalten, ertragen (i hab so Zeitlang nach
dir, i dertrag's fast nimmer...)
Kuchen (a Zwetschgen- oder Apfedatschi
is was Fein's)
Datschiburger, der [Dà:dschebuàgà]
Augsburger
Datzlwurm, der [Dàzzlwuàm] (Tatzelwurm)
Drache, Lindwurm, Ungeheuer
Daube, die Daubn, die[Daum]
hölzerner Zielklotz beim Eisstockschießen
dawarten derwarten [dàwarddn]
abwarten, erwarten (i kann's kaum derwarten, bis i
di wieder siehg...)
dawerfa derwerfen [dàweàffà]
kaputtwerfen, totwerfen (d'Oma hat die
junga Biberl daworfa...)
dawischn derwischen [dàwischn]
erwischen (den hat's derwuschen
[dàwuschn] = den hat's erwischt)
dawoacha derweichen [dàwoàchà]
aufweichen, zerweichen
dawutzeln derwutzeln [dàwu:zln]
aufreiben, zerreiben
Daxen, die (Pl.)[Dàxn]
Fichten-, Tannenzweige
Daxngrai, der Daxnkrei, der [Dàxngrai]
Ein Werkzeug, mit dem Geäst und Zweige
(Zweige = Daxn) zerkleinert werden.
"Bayerische" Version eines Buschmessers;
charakteristisch ist der nach oben gebogene Haken am vorderen
Klingenrücken, der zum Heranziehen von Ästen/Zweigen
dient. Vorschlag und Definition - Lukas aus Ebersberg
Daxnhau, der[Dàxnhau]
siehe Daxngrai
dazahln [dàzåin]
sich leisten können, (be)zahlen können
(die Wohnung daad ma gfalln, aber i kann s' ned
derzahln...)
dazahna derzahnen [dàza:nà]
jmdn. auslachen, verspotten, lächerlich machen
daziahgn derziehen [dàziàng]
ziehen, schleppen können (des
Trumm Weib daziahg i gar ned alloa...)
lenken, organisieren, regeln, etwas in Ordung
bringen (des deichsln mir zwoa scho so, daß's
passt... neubairisch: managen
[männäddschn])
Deife, der Deifi, der[Daife]
Teufel
Deife/Deifi [Daife] div.
Redewendungen:
des hod an Deife gsehgn
[de:s hå:d àn Daife gsäng] = das ist
kompliziert, sehr schwierig
an Deife ned zreißn [an
Daife ne:d zraissn] = so gut wie nichts
erreichen/zustande bringen
des is beim Deife [de:s is bäim Daife]
= das ist kaputt/hin
deirig (Adj.) [dairig] (teurig)
teuer (bei uns is da Benzin deiriga ois wia
z'Östreich...)
dengascht dengerscht [dengàschd]
dennoch, doch
dengeln [dengln]
das Schärfen einer Sense oder Sichel mit
einem Dänglhammer auf einem Dänglstock Vorschlag und
Definition Anne aus Altötting
dennerschd dennerst [denàschd]
dennoch, doch
Depp, der[Däbb]
Blödel, Idiot
Deppenhaufen, der [Däbbmhauffà]
Vollidiot (Du bist viellicht so a
Deppenhaufen!)
deppert(Adj.) [däbbàd]
blöd, idiotisch
depsen depsn [däbbsn]
klauen, stehlen, etwas mitgehen lassen
derweil(Adv.) [dàwai]
1inzwischen, mittlerweile,
unterdessen, währenddessen, zwischenzeitlich (er
war in der Spätschicht, derweil hat sie Bsuach kriagt...)
2dabei, indes (die gebn so o mit eahnam
Sach, dawei ham's Schulden wia d'Sau...)
derweil lassen [dàwailassn]
Zeit lassen, langsam tun (lass da
dawei...)
derwuschen derwuschn [dàwuschn]
erwischt
deswegen [dessweng]
deswegen, deshalb
Dez, der[De:z] (Tez)
Kopf
di [di:]
dich (i mog di)
diam [diàm]
ab und zu, manchmal, zuweilen
dickbackert (Adj.) [diggbaggàd]
pausbäckig
Dicke, die[Digge]
Knackwurst (Regensburger)
dick: dick eingehen,[digg
äige:] es geht jmdm. dick ein
jmd. erstickt förmlich in Arbeit, ist
bis über beide Ohren mit Arbeit eingedeckt
dick haben (jmdn.) [digg
håm]
nicht leiden können, nicht riechen können
dienen [deànà]
im landwirtschaftlichen Bereich in einem
Arbeitsverhältnis stehen
Dienst, der [Deànsd]
Arbeitsverhältnis im landwirtschaftlichen
Bereich
Diezel, der [Di:zl] Diezi, der [Di:ze]
Schnuller
dipfeln [dibbfen] (tüpfeln)
1jmdn. besiegen, bezwingen,
übertreffen (im Sport) 2ugs: mit einer Frau
schlafen (...nach der Disco hat er d'Resi no gescheit
dipfelt!)
Dipferl, das [Dibbfàl]
(Tüpferl)
Pünktchen, Tüpfelchen
Dipferlscheißer,
der [Dibbfàlschaissà] (Tüpferlscheißer)
kleinlicher, pedantischer Besserwisser
Diridari, der[Diredà:re]
Geld, Moneten
Dirn, die [Diànn]
Magd, Dienstmagd (nicht zu verwechseln mit
Dirne/Nutte)
tun (mei, duad mir heit mei Kreiz
wieder weh. Is aa koa Wunder ned. Wennst an ganzn Tag vorm PC
hockst und boarische Wörter eitippst, nacha kriagst
Kreizweh...)
Doag, der[Doàg]
Teig, Backmasse
Doagaff, der[Doàgaff] (Teigaff)
langweiliger, begriffsstutziger Bursche,
Trantüte
doagad (Adj.) [doàgàd]
teigig, schwabblig
Dockennandl, das [Doggànànndl]
Puppe
Dod, der[Do:d/Dou:d]
Tod, Sensenmann
dodeln dodln [do:dln/dou:dln] (todeln)
schwer krank/todkrank sein
da herin dodelts aber gescheit
= die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt angelangt, es "rührt
sich nichts