Buchstabe A 2017-07-20T16:26:46+00:00

Buchstabe A – Bairisches Wörterbuchbayrisches-woerterbuch-buchstabe-a

BegriffAusspracheBeschreibung
a (pers. Fürwort 3. Pers. m)[à]er Weiterlesen...
a (unbest. Artikel m/f/n)[à]ein, eine, ein (a Mo = ein Mann; a Frau = eine Frau; a Kind = ein Kind)
a (unbest. Art.)[à]ein, eine, ein Weiterlesen...
aa (Adv.)[à:]auch Weiterlesen...
A-A, das[à-à:]Exkremente Weiterlesen...
aba, awa[å:wà]abher, herab, herunter
abbeerln[å:beàln / åbbeàln/
å:biàln / åbbiàln]
Beeren, z.B. Holunderbeeren, Johannisbeeren abzupfen
abbetteln[å:bädln / åbbädln]1. etwas aufdringlich abverlangen, abbitten; 2. eine Bestrafung herausfordern (...wennst so weiter machst, bettelst ma a gscheide Watschn ab!)
abbeuteln[å:baidln / åbbaidln]sich vor Kälte, Nässe oder Ekel abschütteln (...wia's 'n gsehgn hat, hat sie sich abbeutelt.)
abbiaschdln [å:biàschdln / åbbiàschdln]abbürsten (...hast deine dreckertn Schuah scho abbürschtelt?)
abblatteln[å:blà:dln / åbblà:dln]abblättern (...d'Fenster miass ma streicha, weil d'Farb scho abblattelt.)
abbräunen[å:bräinà / åbbräinà]anbraten, rösten (...hab i mir a Scheibn Leberkäs abbräunt.)
abbrennt[å:brend / åbbrend]1. abgebrannt, ohne Geld (...i bin abbrennt, kannst du mir a Geld leihn?) 2. niedergebrannt (...da Huabahof is abbrennt!)
abbrocken[å:broggà / åbbroggà]abpflücken, pflücken, ernten
abbusseln[å:bussln / åbbussln]mit Küssen bedecken
abdanken[å:dangà / åbdangà]1. abdanken, abtreten 2. sich bedanken (das Abdanken war früher ein wichtiger Programmpunkt bei Hochzeiten; das Brautpaar bedankte sich bei den Gästen und wurde bei dieser Gelegenheit beschenkt. Oft wurden die Verwandten und Freunde vom Hochzeitslader auch noch mit Gstanzln derbleckt.)
abdraht abgedreht (Adj.)[å:drà:d]gewieft, durchtrieben (...so a abdrahter Hund!)
abdriggen
abdriggln
[å:driggen / å:driggln/ åbdriggen / åbdriggln]abtrocknen
abdrucken
abdrücken
[å:druggà / åbdruggà]abknöpfen, abnehmen (...des Auto hab i eahm billig abdruckt!)
abessen (sich an etwas...)[åbessn]von etwas so viel essen, dass man es schier nicht mehr sehen bzw. riechen kann
abfarbig
abfärbig (Adj.)
[å:fàwig / åbfàwig]ausgebleicht, verschossen
abfechsen[å:fäxn / åbfäxn]einen Pflanzentrieb abnehmen und neu einsetzen
abfieseln[å:fi:sln / åbfi:sln]1. abnagen (...a Brathendl abfieseln.) 2. besiegen (...die ham d'Sechzger gscheit abgfieslt.)
abfotzen[å:fozzn / åbfozzn]ordentlich ohrfeigen (...der Saubua ghörad amoi gscheid abgfotzt!)
abfressen[å:fressn / åbfressn]Interesse oder Lust an etwas verlieren , etwas gänzlich satt haben (...am Fernsehschaugn hab i mi absolut abgfressen.)
abfretten[å:freddn / åbfreddn]sich erfolglos mit etwas abmühen
abgeben, sich[å:gem / åbgem]sich beschäftigen mit etwas, sich befassen mit etwas/jdm. (...mit so am Gschwerl gib i mi ned ab!)
abgedreht (Adj.)[å:drà:d]durchtrieben, gewieft, gewitzt
abgehen[å:ge: / åbge:]fehlen, mangeln (...den wenn i bloß siehg, geht mar a Fuchzger ab!) das fehlte mir gerade noch = des gangad ma grad no ab
abgeschmach (Adj.)[å:gschmå:ch]griesgrämig, knurrig, unfreundlich
abgrasen[å:gråsn / åbgråsn]1. abweiden (...d'Schaf ham die ganze Wiesn abgrast.) 2. absuchen (...s'ganze Viertel hab i abgrast nach dir.) 3. abklappern (...die ganze Verwandtschaft hab i abgrast, koana leicht mar a Geld!)
abhackeln, sich[å:hàggln / åbhàggln]sich zanken, wegen jeder Kleinigkeit streiten
abhackeln[å:hàggln / åbhàggln]abhaken (...i hab's in da Listn scho abghackelt!)
abi
awi (Adv.)
[å:we]abhin, hinunter
abidaucha[å:wedauchà]jemanden erniedrigen, demütigen
abidoa, sich
awidoa
[å:wedoà]sich abmühen, abrackern
abkrageln[å:grà:gln / åbgrà:gln]den Hals/Kragen umdrehen (...den Dreckhammel sollt ma abkrageln!)
ableeren[å:là:rn / åblà:rn]abladen, entladen (...Anhänger ableeren.)
abluchsen[å:luxn / åbluxn]ablisten (...den schönen Teppich hab i ihr bei da Scheidung abgluchst.)
abluren[å:luàn / åbluàn]auflauern, heimlich beobachten
Abort, der[abordd]Klo, Klosett, Toilette, WC
Abortdeckel, der[aborddeggl]1. Toiletten- bzw. WC-Deckel, Klodeckel 2. Bezeichnung für sehr große Männerhände (...dua deine Abortdeckel weg!)
abpassen[å:bàssn / åbbàssn]1. auf den richtigen Zeitpunkt warten 2. jmdm. auflauern
abpecken[å:bäggà / åbbäggà]eine Oberfläche grob bearbeiten, abtragen, abschlagen (...die Mauer miass ma abpecka.)
abpudeln, sich[å:budln / åbbudln]abschütteln, sich (...dem is oiss wurscht, der pudelt sich bloß ab.)
abputzen (sich die Hände an/bei etw. a.)[å:buzzn / åbbuzzn]einen Vorteil aus etwas ziehen, sich an etwas bereichern
abräumen[å:ràmmà / åbràmmà]Gewinn einstreichen, absahnen
abrahmen[å:rà:mà / åbrà:mà]"absahnen", Gewinn machen (...bei dem Gschäft ham ma sauber abgrahmt.)
Abrui, der [abrui]April
Abruiaff, der [abruiaff]ein/e in den April Geschickte(r)
Abruiochs, der [abruiox]ein/e in den April Geschickte(r)
abschauen [å:schaung / åbschaung]1. sich an etwas satt sehen, etwas nicht mehr sehen können (...am Gottschalk hab i mi abgschaut.) 2. spicken, abschreiben (in der Schule)
abschieben [åbschiàm]abhauen, verschwinden
abschlecken[å:schläggà / åbschläggà]ablecken
abschmatzen[å:schmà:zn / åbschmà:zn]jmdm. durch penetrantes Reden etwas abgewinnen, "abschwatzen"
abschnallen[åbschnåin]baff sein, staunen i schnall ab [ischnåiåbb] = ich glaub's ja nicht; da bleibt mir doch die Spucke weg
absehen[å:säng / åbsäng]sich an etwas satt sehen, etwas nicht mehr sehen können (...an "Wetten, dass..." hab i mi abgsehgn.)
abseilen[åsailn / åbsailn]sich drücken, aus dem Staub machen (Abseilerjob = eine "Arbeit", bei der man nicht viel oder gar nicht arbeiten muss)
Abseitel, das [abbsaidl]ein(e) Winkel/Ecke, wo alles mögliche abgestellt/gelagert wird
abspülen[å:schbiàn / åbschbiàn å:schbuin / åbschbuin]abwaschen, Geschirr spülen
Abspülhadern, der[å:schbuihådàn / åbschbuihådàn]Lappen zum Geschirrspülen
abstauben[å:schdaum / åbschdaum]1. vom Staub befreien 2. sich etwas auf nicht ganz korrekte Weise aneignen, irgendwo unbemerkt mitnehmen 3. im Fußball: a) unter Ausnutzung eines glücklichen Zufalls b) nach einem Fehler des Gegners c) nach Vorarbeit eines Mitspielers ein Tor erzielen
abstechen[å:schdechà / åbschdechà]1. ein Tier schlachten (...an Kirta werd a Gans abgstocha.) 2. derb für erstechen (...hat er'n hinterrucks abgstocha.)
abstrampfeln[å:schdrambffen/ åbschdrambffen]1. sich abmühen, abrackern, plagen 2. sich abdecken, die Bettdecke wegstrampeln (...deck di zua, du hast di ja ganz abgstrampfelt.)
Abtritt, der [abdridd]einfache Toilette, Scheißhäusl
abtun, sich [å:doà/åbdoà]sich mühen, sorgen, plagen (Zwoa Säu liegen nebeneinander im Baatz und unterhalten sich. Die eine jammert in einer Tour, dass ihr das Leben so gar keine Freude machen will, weil die Zeiten so schlecht sind. Da sagt die andere: "Dua di ned ab, es is eh Wurscht, was aus uns werd.) Noch mehr Bayerische Witze gefällig?
ab und zu (Adv.) [abbunzz]hie und da, gelegentlich
abziehen[å:ziàng / åbziàng]jdn. im Spiel oder Sport besiegen (...d' Hinterberger ham d'Vorderberger 5 : 0 abzogn.)
abzutzeln abzuzeln[å:zu:zln / åbzu:zln]ablecken, abschlecken
achetzen [å:chezn]jammern, seufzen, stöhnen
Achter, der [achddà]1. die Zahl/Ziffer Acht 2. verbogene Fahrradfelge (...in dei'm Radl hast an gscheidn Achter drin.)
achzge [achzge]achtzig
ackern [aggàn]pflügen
Adabei, der [àdàbai]Wichtigtuer; einer, der überall dabei sein muss
Aderl, das [à:dàl]Äderchen
a diam
adiam
[àdmm]siehe diam
Advokat, der [àbbfokà:d]Rechtsanwalt
ächern
ähern
[ä:chàn] [ä:àn]Ähren aufsammeln (nach der Ernte)
äck [ägg]1. Ausdruck für Abscheu, Ekel 2. äck machen = wenn Kleinkinder aufs Töpfchen gehen
Äding[ä:ding]Altötting
Ägide[ägi:de]Ägidius
äiamal [äiàmåi]ab und zu, bisweilen, manchmal
Aff, der [aff]1. alberner, dummer Kerl 2. eitler, gezierter Mensch 3. (Alkohol)Rausch (...gestern bist wieder mit am saubern Affn hoamkemma!)
Affenarsch, der[affma:sch / affmarsch]alberne, dumme Person
aft (Adv.) [àffd]dann, nachher
Agerl [à:gàl]Agathe
agratt[àgràdd](Adj.) genau, gewissenhaft Weiterlesen...
ah geh[àgä:]bitte?, wirklich?, tatsächlich? (Ausdruck ungläubigen Staunens: Unser Bua hat im Rechnen an Oanser kriagt. A geh?)
Ahndl, das [à:nd l/ à:nl]Großmutter
Aiß, das [ss]Abszess, Furunkel, Geschwür
allerweil
allweil (Adv.)
[ållàwai] [åiwai]immer, stets
alloa
alloanigs (Adj.)
[àllo:à][
àllo:ànix]
allein, einsam
alt ausschauen[åidausschaung]benachteiligt sein, übel dran sein (...wenn i di ned hätt, daad i oid ausschaung!)
ausschmieren
ausschmiern
[auschmiàn]übers Ohr hauen Weiterlesen...
altbacken (Adj.) [åibbachà]1. (bei Backwaren) nicht mehr frisch (...de Semmeln san scho oidbacha, de ko ma ja nimma beißn.) 2. konservativ, rückständig (...den mit seine oidbachan Ansichtn brauchst gar ned erst fragn!)
am End [amendd]vielleicht, womöglich (...am End hod a uns doch og'logn!)
Ameis, der [amais]Ameise
Amerikaner, der [amerikànà]süßes, rundes Gebäck mit weißem Zuckerguss
Amixel, das [àmixl]Amsel
amoi (Adv.)[àmåi]einmal Weiterlesen...
anbandeln [obànndln]flirten, anbaggern
anbauen [obaun]1. anpflanzen 2. Nachwuchs bekommen (...beim Huber ham's scho wieder anbaut.)
anbenzen
anpenzen
[obennzn]jdm. mit einem Anliegen aufdringlich in den Ohren liegen, jdn. bedrängen, belästigen
anblümeln[obleàmen]zum Narren halten, verarschen
andatschen
antatschen
[odaddschn]anfassen, angrapschen, angreifen (...muasst du mit deine Griffeln oiwei oiss andatschen?)
Anderl [àndàl]Andreas
anderst (Adv.) [andàschd]1. anders 2. mulmig, ungut, zweierlei (...wenn i an die Prüfung denk, werd ma ganz anderst.)
anderthalb [andàtåib]eineinhalb
Andivi, der [andi:fe]Endiviensalat
andreckeln [odrägln]schmutzig machen (...muaßt wegn dem bissl Essen nomoi a frisch' Teller andreckeln?)
Andrel [andräl]Andreas
anfegen [ofe:ng](blöd) anmachen, anstänkern
angankerln [ogànggàln]Lust auf etwas (Speise, Süßigkeit) verspüren (...die Sahnetortn daad mi gscheit oganggaln!)
angeln [angln](Insekten) stechen (...heut nacht ham mi d' Staunzn gscheit g'angelt!)
angestochen (Adj.)[ogschdochà]angedudelt, beschwipst (...lass'n in Ruah, wenn der ogstocha is, is a unberechenbar!)
anglangen [oglangà]anfassen, berühren
angstig (Adj.) [ànxdig]von ängstlicher Beklommenheit erfüllt, voll Angst, Furcht, Sorge
anhauen[ohaun]1. sich stoßen (...i hab mi am Tischeck anghaut.) 2. jmdn. anbetteln (...die hod mi scho wieder um a Geld oghaud.)
anhin[a:ne]an, hin, hinzu
ankasen[okà:sn]ärgern, aufregen, nerven (...des Fitness-Studio kaast mi total o!)
ankennen [okenà]bemerken, feststellen (1. I hab's ihr scho ankennt, dass was ned stimmt. 2. Mir hod's überhaupt ned gfoin, aba i hob's ma ned okenna lassn!)
ankenten[okennddn]anzünden
anläuten [olaiddn]anrufen, antelefonieren (...was für a Depp läut denn da mitten in der Nacht an?)
anlangen [olangà]anfassen, berühren
anlegen[oleng]anziehen (...i hab so gschwitzt, dass i a frisch' Gwand olegn hab miassn.)
anmachen[omachà]1. anbringen, befestigen (...a Türschuidl omacha.) 2. anmachen, mischen, zubereiten (...an Kopfsalat omacha.) 3. Appetit auf etwas bekommen (...der Kuacha macht mi o.) 4. anbaggern, sich jmdm. in eindeutiger Weise nähern (...mach mi ned so saubläd o, du Hanswurscht!)
annägeln[onegln]Bitzeln, Brennen in Fingern und Zehen bei starker Kälte (...bei dera Kältn nägln oam d'Finger und Zächa o!)
Annamirl [annàmiàl]Annamaria, Annemarie
Annelie
Annelies
[aneli:] [aneli:s]Anneliese, Anna Elisabeth
Annemie [anemi:]Annamaria, Annemarie
Annerl
Anni
[anàl] [ane]Anna
anpacken [obaggà]1. mit etwas anfangen, etwas in Angriff nehmen(...geh weiter, pack ma's o!) 2. angreifen (...bis i gschaut hab, hat er mi scho obackt ghabt!)
anpatzen [obazzn]bekleckern, schmutzig machen
anpfeifen [obfaiffà]anfahren, zurechtweisen
anpfurren
anpfurzen
[obfuàn] [obfuàzzn]jmdn. heftig anfahren, anreden (...red anständig mit mir und pfurr mi ned a so o!)
anpicken [obiggà]ankleben
anrennen [orenà]anrempeln, anstoßen
anrumpeln [orumbben]anrempeln, anstoßen
ansagen [osång]beim Kartenspiel Trümpfe und spielbestimmende Farbe bestimmen
anschaffen[oschaffà]1. befehlen, anordnen (...von so am Deppen lass i mir nix anschaffen!) 2. beauftragen (z.B. jmdm. einen schönen Gruß an jmdn. anschaffen.)
anscheißen [oschaissn]1. ablehnen, abweisen (...so a Arbad scheiß i o!) 2. tadeln, zurechtweisen (...heut hat mi der Chef gscheit angschissen.) sich anscheißen = Angst haben (...vor der Prüfung brauchst di ned oscheißn!)
anseichen [osoàchà]anpinkeln
anspeiben [oschbaim]anspeien, anspucken
anspinnen [oschbinà]1. jemanden verehren, anschmachten (...die spinnt ihr'n Lehrer an.) 2. jdmn. anmachen, anstänkern (...spinn mi bloß ned o, du Depp!)
antauchen, sich [odauchà]sich betrinken, ansaufen (...gestern hast di wieder gscheit odaucht!)
Anten, die
Antn, die
[ànndn]1. Ente 2. Frauenzimmer mit watschelndem Gang
Anterer, der [ànndàrà]Erpel, Enterich
anterisch
antrisch (Adj.)
[ànndrisch]anders, seltsam, unheimlich (...da werd's oam ja ganz antrisch!)
antrenzen, sich[odrennzn]sich bekleckern
anwandeln [owànndln]die Wand streifen, an der Wand anstoßen (z.B. beim Kegeln) sich anwandeln = sich anbiedern, aufdrängen
anweigen [owaing]reizen, Appetit machen (...der Kuacha daad mi oweign.)
anzipfen [ozibbfà]anwidern, auf die Nerven gehen, zum Hals raushängen (...die Arbad zipft mi gscheid o!)
anzünden[ozinnddn]anbrennen, anzünden, in Brand setzen
aper (Adj.) [àbbà]schneefrei (...d'Südhäng san scho aper.)
Apfe, der [abbfe]Apfel
Apfebaam, der[abbfebà:m]Apfelbaum
Apfebrocka
Apfelbrocker, der
[abbfebroggà]Obstpflücker, Gerät zum Pflücken von Obst
Apfebutzn
Apfelbutzen, der
[abbfebuzzn]Apfelrest, Kerngehäuse und Stiel des Apfels
Apfedatschi
Apfeldatschi, der
[abbfedà:dsche]mit Äpfeln belegter, auf einem Blech gebackener flacher Hefekuchen
Apfekiachl
Apfekiachal, der/das
[abbfekiàchl /
abbfekiàchàl]
Apfelküchle Weiterlesen...
April, der [abrui]der vierte Monat des Jahres
Aprilaff, der [abruiaff]ein/e in den April Geschickte(r)
Aprilochs, der [abruiox]ein/e in den April Geschickte(r)
Arbat, die [arwàd / awàd]Arbeit
arbatn [arwàn / awàn]arbeiten
arg [arg]1. (Adj.) peinlich, unangenehm 2. (Adv.) sehr (...des is scho arg übertriebn!)
arnen [àrnà]ernten
Arnt, die [àrndd]Ernte
Arsch, der [å:sch / årsch]siehe Orsch
Arschbacka, der
Arschbacken, der
[å:schbaggà / årschbaggà]Pobacke
Arschgeign, die[årschgaing / å:schgaing / schgaing]siehe Orschgeign
Arschkarten: die Arschkarten haben/ziehen[da:schkarddnhåm /
da:schkarddnziàng]
benachteiligt sein Weiterlesen...
Arschkriecher, der[årschgriàchà / å:schgriàchà / schgriàchà]siehe Orschkriacher
arschling(s) (Adv.)[à:schling(s) / àrschling(s)]rückwärts
Arschloch, das[arschloch / a:schloch /
årschloch / å:schloch]
siehe Orschloch
Arschschliaffer, der[årschschliàffà / å:schschliàffà / schschliàffà]siehe Orschkriacher
Arwel, der [à:we / àrwe]Ärmel
Arwes, die[à:wàs / àrwàs]Erbse
as (Art./Pron.)[à:s]das, es (Artikel/Pronomen) Weiterlesen...
auf d' Gant kemma[aufgàngkemmà]pleite gehen Weiterlesen...
auf d'letzt [aufdlezzd]am Ende, zum Schluß (...auf d'letzt miaß'ma no a Straf' zahln!)
auf und auf [aufundauf]von oben bis unten (Ja, wia schaugst denn du aus? Du bist ja auf und auf vollers Dreck...)
aufaramal[àfàràmåi / aufàràmåi]auf einmal, plötzlich
aufarbeiten[aufawàdn / aufarwàn / aufawàdn / aufawàn]1. stark beanspruchen, verschleißen (dei neie Puppn hast aa scho wieder aufgarbat, du Malefitzdeandl...) 2. sich zerstören, sich kaputt machen (der arbat si no auf mit seiner Firma...)
aufbacha [aufbachà]aufbacken
aufbetten [aufbeddn]das Bett, die Betten machen
aufdackeln [aufdàggln]sich aufdonnern, herausputzen
aufdackelt [aufdàggld]aufgedonnert, herausgeputzt
aufdrahn [aufdrà:n]1. einschalten, andrehen (...drah an Radio auf!) 2. ausgelassen, übermütig sein (...heut drah ma auf!) 3. schimpfen, protestieren (...nach der Verwarnung hab i erst recht aufdraht!)
aufdraht (Adj.)[aufdrà:d]ausgelassen, übermütig
auffa [auffà]aufher, herauf
auffi [auffe]aufhin, hinauf
auffickeln [auffigln]aufwetzen, durchwetzen, wundreiben
aufgankerln [aufgànggàln]antörnen, berauschen, in gute Stimmung bringen
aufgestellter Mausdreck, der[aufgschdäidàmausdre:g]1. kleiner Bub 2. kleinwüchsiger Mensch
aufgleint (Adj.)[à:fgläind / aufgläind]aufgetaut
aufhaxen [à:fhàxn / aufhàxn]etwas kaputt machen (Mama, da Beni hod mei Puppn aufghaxt...)
aufheierln [aufhaiàln]auflockern, harken (iatz muaß i mei Salatbeetl aufheierln...)
aufhocken [aufhoggà]1. aufsitzen 2. Liebe machen ( = "schnackseln" oder "bempern")
aufklauben [aufglaum]aufheben, auflesen, aufsammeln
aufkommen[aufkemmà / aufkummà]auffliegen (die Sauerei kommt schon noch auf...)
aufleinen [aufläinà]auftauen
aufluren [aufluàn / auflurn]auflauern, jemanden abpassen
aufmanndeln, sich[aufmàndln]aufbegehren, sich aufspielen; sich überheblich benehmen
aufmischen [aufmischn]verprügeln (...sei staad, sonst misch i di auf!)
aufmucken [aufmuggà]aufbegehren
aufreiben [aufraim]Licht, elektrisches Gerät einschalten (reib an Radio auf...)
aufrumpeln [aufrumbben]auf-, hochschrecken, hastig davonlaufen
aufsagen [aufsång]aufkündigen, beenden (der Sepp hat mir d'Freundschaft aufgsagt...)
aufschmalzen[aufschmåizzn]eine Suppe oder Speise durch Zugabe von Butter oder Schmalz verfeinern
aufschmatzen[aufschmàzzn]andrehen, aufschwatzen
aufschnaufen[aufschnaufà]erleichtert aufatmen
aufschreiben lassen[aufschraimlassn]Schulden anschreiben
aufschwanzen[aufschwànnzn]sich aufdonnern, herausputzen
aufspielen [aufschbuin]1. aufspielen (musikalisch: geh weiter, spui amoi an Gscheidn auf) 2. sich wichtig machen (spui di doch ned gar a so auf!)
aufstieren
aufstiereln
[aufschdiàn] [aufschdiàln]aufregen, beunruhigen, erregen
auftreffen [aufdreffà]sich ergeben, zufällig ereignen
auftreiben [aufdraim]1. besorgen, organisieren 2. einschalten (Licht, Elektrogerät) 3. lärmen, poltern, toben
Auftreiber, der [aufdraiwà]1. Stimmungskanone 2. Unruhestifter, Krawallmacher (den mog koaner so recht, des is an arger Auftreiber...)
aufwichsen [aufwixn]aufdrängen, andrehen (...wos hams da denn da wieder für an Schmarrn aufgwichst?)
aufziahgn [aufziàng]1. aufziehen, ausspotten 2. musikalisch aufspielen (ziahg amoi an Gscheidn auf...)
aufzwicken [aufzwiggà]necken, verspotten, auf den Arm nehmen (beim Brautverziahgn hod da Hochzeitslader an Bräutigam sauber aufzwickt...)
Augendeckel, der [aungdegl]Augenlid (...geh doch ins Bett, dir falln ja d'Augndeckl scho zua!)
Augenglasel, das/die (Sg. und Pl.)[aunglà:sl]Brille (...wo san denn meine Augnglasl wieder?)
ausbacha[ausbachà]fertig backen Weiterlesen...
ausbatzen [ausbàzzn]ausdrücken (...a Wimmerl ausbatzn.)
ausbeißen [ausbaissn]1. ausbeißen (...iatz hob i mar an Zahn ausbissn.) 2. jmdn. nicht an der Gemeinschaft teilhaben lassen (...in der Schui ham's mi oiwei ausbissn.) 3. nicht mehr weiter wissen (...iatz beißt's aus.)
ausbeuteln [ausbaidln]ausschütteln
ausflascheln [ausflàschln]ausfragen, aushorchen
ausfratscheln [ausfràdschln]ausfragen, aushorchen
Ausgezogene
Auszogne (Pl.)
[auszonge]Schmalzgebäck Weiterlesen...
ausgrasen [ausgrå:sn]Unkraut entfernen, jäten
ausgschamt (Adj.)[ausgschàmd]durchtrieben, gemein, unverschämt
ausgwachsen (Adj.)[ausgwaxn]erwachsen Weiterlesen...
auskegeln [auskegln]auskugeln
ausklauben [ausglaum]aussortieren
auskommen[auskemmà / auskummà]1. entwischen, entweichen (...halt, du kummst mir nimmer aus! ...iatz is mir a Schoaß auskemma!) 2. zurechtkommen, sich gut vertragen (...mir kumma guad aus mitnand.)
auslassen [auslassn]1. entlassen, freilassen (...wo ham's denn den auslassen?) 2. loslassen (...lass mi aus, sonst schrei i!) 3. nachlassen, schwächer werden (...i kann nimmer hatschen, meine Haxn lassen aus.)
ausmacha[ausmachà]ausmacha Weiterlesen...
ausnameln [ausnàmen]jemanden mit Spott- oder Schimpfnamen bedenken
ausnasten [ausnassdn]gefällte Bäume entasten
auspapierln [ausbabbiàln]auspacken, auswickeln (...a Guatl auspapierln.)
ausrasten [ausrassdn]1. sich ausruhen, verschnaufen, Pause machen 2. wütend, zornig werden, durchdrehen
ausrichten [ausrichdn]mitteilen, bestellen, überbringen (...richt ihr an scheena Gruaß von mir aus.) jmdn. ausrichten = schlecht über jmd. reden, jmdm. übel nachreden
aussa [aussà]ausher, heraus
aussackeln [aussàggln]ausbeuten, ausnehmen (in finanzieller Hinsicht: der hod mi ganz schee ausgsacklt!)
ausschaffen [auschaffà]1. ausweisen, verscheuchen, verjagen 2. beim Kartenspielen (Watten) wird der Gegner aufgefordert (ausgeschafft), das Spiel aufzugeben.
ausscheißen (bei jmdm. ausgeschissen haben)[auschaissn]bei jemandem "unten durch sein", bei jemandem alle Sympathien verspielt haben (...des Weib hat ausgschissen bei mir!)
ausschlecken[auschläggà]auslecken
ausschnaufen [auschnaufà]sich ausruhen, entspannen, verschnaufen
ausschoppen [auschobbm]ausfüllen, auspolstern, ausstopfen
ausschweiben[auschwoàm]ausspülen
aussigrasen [aussegrå:sn]seinen Partner betrügen, fremdgehen, einen Seitensprung machen
aussikeien [aussekain]hinauswerfen, wegschmeißen
Aussischmeisser, der[ausseschmaissà]letztes Musikstück des Abends
ausspechten [auschbächdn]ausspionieren
ausspotten [auschboddn]sich über jemanden lustig machen, jemanden verlachen, verspotten
ausstaffieren [auschdaffiàn]1. ausstatten, versehen (...d Meiers ham eahna Wohnung mit allerhand neumodische Möbel ausstaffiert.) 2. sich einkleiden, herausputzen (...du hast di ja ausstaffiert wiar a Baron!)
aussutzeln
aussuzeln (auszutzeln)
[aussu:zln]auslutschen, aussaugen (...Weißwürscht aussutzeln.)
austauchen [ausdauchà]Suppen- oder Soßenrest mit Brot/Semmel auftunken
Austrag, der [ausdråg]Austrag, Altenteil
Auswarts, der
Auswärts, der
[auswarzz]Frühling, Frühjahr
auswinden [auswinndn]auswringen
auszutzeln
auszuzeln
[auszu:zln]auslutschen, aussaugen (Weißwürscht auszutzeln...)
Auter, das [auddà]Euter
Auterl, das [auddàl]kleines, niedliches Auto (...der Goggo war a nett's Auterl.)
auweh [auwä / auwä:]ach du meine Güte, um Himmels willen
auwehzwick [auwezwigg]um Gottes Willen, Oh, ach (auwehzwick, des gibt heut wieder an Landler, wenn i hoamkimm...)
a weng zweng [àwengzweng]etwas zu wenig (guad war's scho, bloß a weng zweng...)
awidaucha [åwedauchà]jemanden erniedrigen, demütigen
awidoa, sich[åwedoà]sich abmühen, abrackern
awo ach wo [àwo]i wo, keineswegs (awo, des is ned wahr = nee du, das kannste knicken)