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Buchstabe A

a [à] (unbest. Artikel
m/f/n)

ein, eine, ein (a Mo = ein Mann; a Frau = eine Frau; a Kind = ein Kind)

a [à] (pers. Fürwort
3. Pers. m)

er (sagt a = sagt er; hod a gsagt = hat er gesagt)

aa [à:]

1auch (des moan i aa = das meine ich auch) 2Kleinkindlicher Ausdruck für: Ich muß aufs Klo (Mamma, 'aa' macha!)

aba
awa
[åwà] (oba)

abher, herab, herunter (...geh vo da Loater aba!)

abbeerln
[å:beàln/åbbeàln/
å:biàln/åbbiàln

Beeren, z.B. Holunderbeeren, Johannisbeeren abzupfen

abbetteln
[å:bädln/åbbädln]

1etwas aufdringlich abverlangen, abbitten; 2eine Bestrafung herausfordern (...wennst so weiter machst, bettelst ma a gscheide Watschn ab!)

abbeuteln
[å:baidln/åbbaidln]

sich vor Kälte, Nässe oder Ekel abschütteln (...wia's 'n gsehgn hat, hat sie sich abbeutelt.)

abbiaschdln
[å:biàschdln/åbbiàschdln]

abbürsten (...hast deine dreckertn Schuah scho abbürschtelt?)

abblatteln
[å:blà:dln/åbblà:dln]

abblättern (...d'Fenster miass ma streicha, weil d'Farb scho abblattelt.)

abbräunen
[å:bräinà/åbbräinà]

anbraten, rösten (...hab i mir a Scheibn Leberkäs abbräunt.)

abbrennt
[å:brend/åbbrend]

1abgebrannt, ohne Geld (...i bin abbrennt, kannst du mir a Geld leihn?) 2niedergebrannt (...da Huabahof is abbrennt!)

abbrocken
[å:broggà/åbbroggà]

abpflücken, pflücken, ernten

abbusseln
[å:bussln/åbbussln]

[mit Küssen bedecken

abdanken
[å:dangà/åbdangà]

1abdanken, abtreten 2sich bedanken (das Abdanken war früher ein wichtiger Programmpunkt bei Hochzeiten; das Brautpaar bedankte sich bei den Gästen und wurde bei dieser Gelegenheit beschenkt. Meist wurden die Verwandten und Freunde vom Hochzeitslader auch noch mit Gstanzln derbleckt.)

abdraht
abgedreht
(Adj.) [å:drà:d]

gewieft, durchtrieben (...so a abdrahter Hund!)

abdriggn
abdriggln
[å:driggen/å:driggln/
åbdriggen/åbdriggln]

abtrocknen

abdrucken
abdrücken

[å:druggà/åbdruggà]

abknöpfen, abnehmen (...des Auto hab i eahm billig abdruckt!)

abessen (sich an etwas...)
[åbessn]

von etwas so viel essen, dass man es schier nicht mehr sehen bzw. riechen kann

abfarbig
abfärbig
(Adj.)
[å:fàwig/åbfàwig]

ausgebleicht, verschossen

abfechsen
[å:fäxn/åbfäxn]

einen Pflanzentrieb abnehmen und neu einsetzen

abfieseln
[å:fi:sln/åbfi:sln]

1abnagen (a Brathendl abfieseln...) 2besiegen (im Sport: die ham d'Bayern gscheit abgfieslt...)

abfotzen
[å:fozzn/åbfozzn]

ordentlich ohrfeigen (...der Saubua ghörad amoi gscheid abgfotzt!)

abfressen
[å:fressn/åbfressn]

Interesse oder Lust an etwas verlieren , etwas gänzlich satt haben (am Fernsehschaugn hab i mi absolut abgfressen...)

abfretten
[å:freddn/åbfreddn]

sich erfolglos mit etwas abmühen

abgeben, sich
[å:gem/åbgem]

sich beschäftigen mit etwas, sich befassen mit etwas/jdm. (...mit so am Gschwerl gib i mi gar ned erst ab!)

abgedreht (Adj.)
[å:drà:d] (odraht)

durchtrieben, gewieft, gewitzt

abgehen
[å:ge:/åbge:]

fehlen, mangeln (...den wenn i bloß siehg, geht mar a Fuchzger ab!)

das fehlte mir gerade noch = des gangad ma grad no ab

abgeschmach (Adj.)
[å:gschmå:ch]

griesgrämig, knurrig, unfreundlich

abgrasen
[å:grå:sn/åbgrå:sn]

1abweiden (...d'Schaf ham die ganze Wiesn abgrast.) 2absuchen (...s'ganze Viertel hab i abgrast bis i di gfundn hab.) 3abklappern (...die ganze Verwandtschaft hab i abgrast, koana leicht mar a Geld!)

abhackeln, sich
[å:hàgln/åbhàgln]

sich zanken, wegen jeder Kleinigkeit streiten

abi
awi
[å:we] (obi)

abhin, hinunter

abidaucha
[å:wedauchà]

jemanden erniedrigen, demütigen

abidoa, sich
[å:wedoà]
(awidoa)

sich abmühen, abrackern

abkrageln
[å:grà:gln/åbgrà:gln]

den Hals/Kragen umdrehen (den Dreckhammel sollt ma abkrageln...)

ableeren
[å:làrn/åblàrn]

abladen, entladen (Anhänger ableeren...)

abluchsen
[å:luxn/åbluxn]

ablisten (Den schönen Teppich hab i ihr abgluchst...)

abluren
[å:luàn/åbluàn]

auflauern, heimlich beobachten

Abort, der
[Abordd]

Abort, Toilette, WC (...i sog oiwei "Befreiungshalle" dazua.)

Abortdeckel, der
[Aborddegl]

1Toiletten- bzw. WC-Deckel, Klodeckel 2Bezeichnung für sehr große Männerhände (...dua deine Abortdeckel weg!)

abpassen
[å:bàssn/åbbàssn]

1auf den richtigen Zeitpunkt warten 2jmdm. auflauern

abpecken
[å:bäggà/åbbäggà]

eine Oberfläche grob bearbeiten, abtragen, abschlagen (die Mauer miass ma abpecka...)

abpudeln, sich
[å:budln/åbbudln]

abschütteln, sich (dem is oiss wurscht, der pudelt sich bloß ab...)

abputzen (sich die Hände an/bei etw. a.)
[å:buzzn/åbbuzzn]

einen Vorteil aus etwas ziehen, sich an etwas bereichern

abrahmen
[å:rà:mà/åbrà:mà]

"absahnen", Gewinn machen (...bei dem Gschäft ham ma sauber abgrahmt.)

abräumen
[å:ràmmà/åbràmmà]

Gewinn einstreichen, absahnen

Abrui, der [Abrui]

April

Abruiaff, der [Abruiaff]

Ein(e) in den April Geschickte(r)

abschauen [åbschaung]

1sich an etwas satt sehen, etwas nicht mehr sehen können (...an "Dahoam is dahoam" hab i mi abgschaut.) 2spicken, abschreiben (in der Schule)

abschieben [åbschiàm]

abhauen, verschwinden

abschlecken
[å:schläggà/åbschläggà]

ablecken

abschmatzen
[å:schmà:zn/åbschmà:zn]

jmdm. durch penetrantes Reden etwas abgewinnen, "abschwatzen"

abschnallen
[å:schnåin/åbschnåin]

baff sein, staunen

da bleibt mir ja die Spucke weg = i glaub, i schnall ab

absehen
[å:säng/åbsäng]

sich an etwas satt sehen, etwas nicht mehr sehen können (...an "Dahoam is dahoam" hab i mi abgsehgn.)

abseilen [åbsailn

sich drücken, aus dem Staub machen (Abseilerjob = eine "Arbeit", bei der man nicht viel oder gar nicht arbeiten muss.)

Abseitel, das [Abbsaidl]

ein(e) Winkel/Ecke, wo alles mögliche abgestellt/gelagert wird

abspülen
[å:schbiàn/åbschbiàn
å:
schbuin/åbschbuin]

abwaschen, Geschirr spülen

Abspülhadern, der
[Åbschbuihå:dàn]

Geschirrspültuch

abstauben
[å:schdaum/åbschdaum]

1unbemerkt mitnehmen 2im Fussball einen Treffer erzielen

abstechen
[å:schdechà/åbschdechà]

1ein Tier schlachten (an Kirta werd a Gans abgstocha...) 2derb für erstechen (...hat er'n hinterrucks abgstocha.)

abstrampfeln
[å:schdrambffen/
åbschdrambffen]

1sich abmühen, abrackern, plagen 2sich abdecken, die Bettdecke wegstrampeln (deck di zua, du hast di ja ganz abgstrampfelt...)

Abtritt, der [Abdridd]

einfache Toilette, Scheißhäusl

abtun, sich
[å:doà/åbdoà]

sich mühen, sorgen, plagen (Zwoa Säu liegen nebeneinander im Baatz und unterhalten sich. Die eine jammert in einer Tour, dass ihr das Leben so gar keine Freude machen will, weil die Zeiten so schlecht sind. Da sagt die andere: "Dua di ned ab, es is eh Wurscht, was aus uns werd.) Noch mehr Bayrische Witze

ab und zu (Adv.) [abbunzz]

hie und da, gelegentlich

abziehen
[å:ziàng/åbziàng]

jdn. im Spiel oder Sport besiegen (d' Hinterberger ham d'Vorderberger 5:0 abzogn...)

abzutzeln
abzuzeln

[å:zu:zln/åbzu:zln]

ablecken, abschlecken

ächern [ä:chàn]
ähern
[ä:àn]
(echern)

Ähren aufsammeln (nach der Ernte)

achetzen [å:chäzn]

jammern, seufzen, stöhnen

Achter, der [Achddà]

1die Zahl/Ziffer Acht 2verbogene Fahrradfelge (in dei'm Radl hast an gscheitn Achter drin...)

achzge [achzge]

achtzig

äck [ägg]

1Ausdruck für Abscheu, Ekel 2äck machen = wenn Kleinkinder aufs Töpfchen gehen

ackern [aggàn]

pflügen

Adabei, der [Àdàbai]

Wichtigtuer; einer, der überall dabei sein muss

Aderl, das [À:dàl]

Äderchen

a diam
adiam
[àdmm]

bisweilen, gelegentlich, manchmal (a diam daad i am liabstn oiss hischmeißn...)

Äding [Ä:ding] (Eding)

Altötting

Advokat, der [Àbbfokà:d]

Rechtsanwalt

aft (Adv.) [àffd]

dann, nachher

Agerl [À:gàl]

Agathe

a geh
ach geh
[àgä:]

bitte?, wirklich?, tatsächlich? (Ausdruck ungläubigen Staunens: Unser Bua hat im Rechnen an Oanser kriagt. A geh?)

Ägide [Ägi:de] (Egide)

Ägidius

Ahndl, das [À:ndl/À:nl]

Großmutter

äiamal [äiàmåi]

ab und zu, bisweilen, manchmal

Aiß, das [ss]

Abszess, Furunkel

akkurat [à:gràdd]

1(Adj.) genau, gewissenhaft, penibel 2(Adv.) ausgerechnet, just, akkurat (aggradd iatz müassn's daherkemma...)

allerweil (Adv.) [ållàwai]
allweil (Adv.) [åiwai]

immer, stets

alloa/alloanigs (Adj.)
[àlo:à/àlo:ànig/
àlo:ànix/àlo:ànings]

allein, einsam

alt ausschauen
[åi dauschaung]

benachteiligt sein, übel dran sein

altbacken (Adj.) [åibbachà]

1alt (bei Brot, Gebäck - de Platzl san scho oidbacha, de ko ma ja nimma beißn...) 2konservativ, rückständig (den mit seine oidbachan Ansichtn brauchst gar ned erst fragn...)

Ameis, der [Amais]

Ameise

am End [amendd]

vielleicht, womöglich (am End hod a uns doch og'logn...)

Amerikaner, der [Amerikànà]

süßes, rundes Gebäck mit weißem Zuckerguss

Amixel, das [Àmixl]

Amsel

amoi (Adv.) [àmåi]

1einst, einmal, früher (des war amoi...) 2später einmal, irgendwann (des mach i scho amoi...)

anbandeln [o:bànndln]

"anbaggern", flirten

anbauen [o:baun]

1anpflanzen 2Nachwuchs bekommen (beim Huber ham's scho wieder anbaut...)

anbenzen
anpenzen
[o:bennzn]

jdm. mit einem Anliegen aufdringlich in den Ohren liegen, jdn. bedrängen, belästigen

anblümeln [obleàmen]
(obleamen)

zum Narren halten, verarschen

andatschen
antatschen
[o:daddschn]

anfassen, angrapschen, angreifen (Muaßt du mit deine Griffeln oiwei oiss andatschen?)

Anderl [Àndàl]

Andreas

anderst (Adv.) [andàschd]

1anders 2mulmig, ungut, zweierlei (wenn i an die Prüfung denk, werd ma ganz anderst...)

anderthalb [andàdhåib]

eineinhalb

Andivi, der [Andive]

Endiviensalat

andreckeln [o:drägln]

schmutzig machen (...muaßt wegn dem bissl Essen nomoi a frisch' Teller andreckeln?)

Andrel [Andräl]

Andreas

anfegen [o:feng]

(blöd) anmachen, anstänkern

angankerln [o:gànggàln]

Lust auf etwas (Speise, Süßigkeit) verspüren (...die Sahnetortn daad mi gscheit oganggaln!)

angeln [angln]

stechen (Insekten) (heut nacht ham mi d' Staunzn gscheit g'angelt...)

angestochen (Adj.)
[o:gschdochà]
(ogstocha)

angedudelt, beschwipst (lass'n steh, der is scho wieder ogschdocha...)

anglangen [o:glangà] (oglanga)

anfassen, berühren

angstig (Adj.) [ànxdig]

angst und bang(e), beengend, beklemmendes Gefühl (Wenn a Weda kimmt, werd's ma oiwei ganz angstig)

anhauen [o:haun] (ohaun)

1sich stoßen (i hab mi an der Tür anghaut...) 2jmdn. anbetteln (die hat mi scho wieder um a Geld anghaut...)

anhin [a:ne] (oni)

an, hin, hinzu

ankasen
ankäsen
[okà:sn]

ärgern, aufregen, nerven (die Arbeit kast mi richtig o...)

ankennen [o:kenà]

bemerken, feststellen (1i hab's ihr scho ankennt, dass was ned stimmt. 2Mir hat's überhaupt ned gfalln, aber i hab's mir ned ankennen lassen.)

ankenten [o:kennddn] (okentn)

anzünden

anlangen [o:langà]

anfassen, berühren

anläuten [o:laiddn]

anrufen, antelefonieren (...was für a Depp läut denn da mitten in der Nacht an?)

anlegen [o:leng] (olegn)

anziehen (...i hab so gschwitzt, dass i a frisch' Gwand olegn hab miassn.)

anmachen [o:machà] (omacha)

1anbringen, befestigen (a Türschuidl omacha...) 2anmachen, zubereiten (an Wurstsalat omacha...) 3Appetit auf etwas bekommen (der Kuacha macht mi o...) 4anbaggern, sich jmdm. in eindeutiger Weise nähern (...mach mi ned so saubläd o, du Hanswurscht!)

annägeln [one:gln] (einigeln)

Bitzeln, Brennen in Fingern und Zehen bei starker Kälte (bei dera Kältn nägln oam d'Finger und Zächa o...)

Annamirl [Anàmiàl]

Annamaria, Annemarie

Annelie [Aneli:]
Annelies
[Aneli:s]

Anneliese, Anna Elisabeth

nach oben

Annemie [Anemi:]

Annamaria, Annemarie

Annerl [Anàl]
Anni
[A:ne]

Anna

anpacken [o:baggà]

1mit etwas anfangen, etwas in Angriff nehmen (Geh weiter, pack ma's an... 2angreifen (Bis i gschaut hab, hat er mi aa scho anpackt ghabt...)

anpatzen [o:bazzn]

bekleckern, schmutzig machen

anpfeifen [o:bfaiffà]

anfahren, zurechtweisen

anpfurren [o:bfuàn]
anpfurzen
[o:bfuàzzn]
(opfurrn)

jmdn. heftig anfahren, anreden (red anständig mit mir und pfurr mi ned a so o!)

anpicken [o:biggà]

ankleben

anrennen [o:renà]

anrempeln, anstoßen

anrumpeln [o:rumbben]

anrempeln, anstoßen

ansagen [o:sång]

beim Kartenspiel Trümpfe und spielbestimmende Farbe bestimmen

anschaffen [o:schaffà]
(oschaffa)

1befehlen, anordnen (...von so am Deppen lass i mir nix anschaffen!) 2beauftragen (einen schönen Gruß anschaffen...)

anscheißen [o:schaissn]

1ablehnen, abweisen (so a Arbad scheiß i o...) 2tadeln, zurechtweisen (heut hat mi der Chef gscheit angschissen...) 3sich anscheißen = Angst haben (...vor der Prüfung brauchst di ned oscheißn!)

anseichen [o:soàchà]

anpinkeln

anspeiben [o:schbaim]

anspeien, anspucken

anspinnen [o:schbinà]

1jemanden verehren, anschmachten (die spinnt ihr'n Lehrer an...) 2jdmn. anmachen, anstänkern (...spinn mi bloß ned o, du Depp!)

antauchen, sich [o:dauchà]

sich betrinken, ansaufen (gestern hast di wieder gscheit odaucht...)

Anten, die
Antn
, die [Ànndn]

Ente

Anterer, der [Ànndàrà]

Erpel, Enterich

anterisch
antrisch
(Adj.) [ànndrisch]

anders, seltsam, unheimlich

antrenzen, sich [o:drennzn]
(odrenzen)

sich bekleckern

anwandeln [o:wànndln]

die Wand streifen, an der Wand anstoßen (z.B. beim Kegeln)

anweigen [o:waing]

reizen, Appetit machen (der Kuacha daad mi oweign...)

anzipfen [o:zibbfà]

anwidern, auf die Nerven gehen, zum Hals raushängen (mei Arbat zipft me ganz schee o = mein Job kotzt mich an)

aper (Adj.) [àbbà]

schneefrei (die Hänge sind bereits ganz oder größtenteils schneefrei) Vorschlag von Gerhard aus Inzell

Apfe, der [Abbfe]

Apfel (Zwengs dem bissl Obst hod uns da Adam as ewige Glück im Paradies verspuit.)

April, der [Abrui]

der vierte Monat des Jahres

Aprilaff, der [Abruiaff]

Ein(e) in den April Geschickte(r)

Arba, die
Armel
, die
Arwel
, die [Àrwà]

Murmel, Schusser (Gehst mit, Arba scheim?) Vorschlag und Definition Franz Isemann - Vilsbiburg

Arbat, die [A:wàd/Arwàd]

Arbeit

arbatn [a:wàn/arwàn]

arbeiten

arg [arrg]

1(Adj.) peinlich, unangenehm 2(Adv.) sehr (des is scho arg übertriebn...)

arnen [àrnà]

ernten

Arnt, die [Àrndd]

Ernte

Arsch, der [Å:sch/Årsch]]

Po, Gesäß, Hinterteil

Arschbacka, der
Arschbacken
, der
[Å:schbaggà/Årschbaggà]

Pobacke

arschling(s) (Adv.)
[à:schling(s)/àrschling(s)]

rückwärts

Arwel, der [À:we/Àrwe]

Ärmel

Arwes, die
[À:wàs/Àrwàs]

Erbse

aufaramal
[à:fàràmåi/aufàràmåi]

auf einmal, plötzlich Vorschlag aus Landshut

aufarbeiten
[aufawàdn/aufarwàn/
aufawàdn/aufawàn]

1stark beanspruchen, verschleißen (dei neie Puppn hast aa scho wieder aufgarbat, du Malefitzdeandl...) 2sich zerstören, sich kaputt machen (der arbat si no auf mit seiner Firma...)

aufbacha [aufbachà]

aufbacken

aufbetten [aufbeddn]

das Bett, die Betten machen

aufdackeln [aufdàggln]

sich aufdonnern, herausputzen

aufdackelt [aufdàggld]

aufgedonnert, herausgeputzt

auf d'Gant kemma
[aufgàngkemmà]

pleite gehen, Konkurs machen

auf d'letzt [aufdlezzd]

am Ende, zum Schluß (auf d'letzt miaß'ma no a Straf' zahln...)

aufdrehen [aufdrà:n]

1einschalten, andrehe (dreh an Radio auf...) 2ausgelassen, übermütig sein (heut drah ma auf...) 3schimpfen, protestieren (nach der Verwarnung hab i erst recht aufdraht...)

auffa [auffà]

aufher, herauf

auffi [auffe]

aufhin, hinauf

auffickeln [auffigln]

aufwetzen, durchwetzen, wundreiben

aufgankerln [aufgànggàln]

antörnen, berauschen, in gute Stimmung bringen

aufgedreht (Adj.) [aufdrà:d]

ausgelassen, übermütig

aufgleint (Adj.) [à:fgläind/aufgläind]

aufgetaut

aufhaxen [à:fhàxn/aufhàxn]

1etwas kaputt machen (Mama, da Beni hod mei Puppm aufghaxt...) 2Im Sport jdn. besiegen (da Muhammad Ali hod an Joe Frazier aufghaxt...)

aufheierln [aufhaiàln]

auflockern, harken (iatz muaß i mei Salatbeetl aufheierln...)

aufhocken [aufhoggà]

1aufsitzen 2Liebe machen ( = "schnackseln" oder "bempern")

aufklauben [aufglaum]

aufheben, auflesen, aufsammeln

aufkommen
[aufkemmà/aufkummà]

auffliegen (die Sauerei kommt schon noch auf...)

aufleinen [aufläinà]

auftauen

aufluren [aufluàn/auflurn]

auflauern, jemanden abpassen

aufmanndeln, sich
[aufmàndln]

aufbegehren, sich aufspielen; sich überheblich benehmen

aufmischen [aufmischn]

verprügeln (...sei staad, sonst misch i di auf!)

aufmucken [aufmuggà]

aufbegehren

aufreiben [aufraim]

Licht, elektrisches Gerät einschalten (reib an Radio auf...)

aufrumpeln [aufrumbben]

auf-, hochschrecken, hastig davonlaufen

aufsagen [aufsång]

aufkündigen, beenden (der Sepp hat mir d'Freundschaft aufgsagt...)

aufschmalzen
[aufschmåizzn]

eine Suppe oder Speise durch Zugabe von Butter oder Schmalz verfeinern

aufschmatzen
[aufschmàzzn]

andrehen, aufschwatzen

aufschnaufen
[aufschnaufà]

erleichtert aufatmen

aufschreiben lassen
[aufschraimlassn]

Schulden anschreiben

aufschwanzen
[aufschwànnzn]

sich aufdonnern, herausputzen

aufspielen [aufschbuin]

1aufspielen (musikalisch: Geh weiter, spui amoi an G'scheitn auf) 2sich wichtig machen (Spui di doch ned gar a so auf!)

aufstieren [aufschdiàn]
aufstiereln
[aufschdiàln]

aufregen, beunruhigen, erregen

auftreffen [aufdreffà]

sich ergeben, zufällig ereignen

auftreiben [aufdraim]

1besorgen, organisieren 2einschalten (Licht, Elektrogerät) 3lärmen, poltern, toben

Auftreiber, der [Aufdraiwà]

1Stimmungskanone 2Unruhestifter (den mog koaner so recht, des is an arger Auftreiber...)

auf und auf [aufundauf]

von oben bis unten (Ja, wia schaugst denn du aus? Du bist ja auf und auf vollers Dreck...)

aufwichsen [aufwixn]

aufdrängen, andrehen (...wos hams da denn da wieder für an Schmarrn aufgwichst?)

aufziahgn [aufziàng]

1aufziehen, ausspotten 2musikalisch aufspielen (ziahg amoi an Gscheidn auf...)

aufzwicken [aufzwiggà]

necken, verspotten, auf den Arm nehmen (beim Brautverziahgn hod da Hochzeitslader an Bräutigam ganz schee aufzwickt...)

Augendeckel, der [Aungdegl]

Augenlid(er) (dir falln ja d'Augndeckl scho zua...)

Augenglasel, das [Aunglà:sl]

Brille

ausbatzen [ausbàzzn]

ausdrücken (a Wimmerl ausbatzn...)

ausbacken [ausbachà] (ausbachen)

1fertig backen 2ausschlafen

ausbeuteln [ausbaidln]

ausschütteln

ausbeißen [ausbaissn]

1ausbeißen (iatz hob i mar an Zahn ausbissn...) 2jmdn. nicht an der Gemeinschaft teilhaben lassen (in der Schui hams mi oiwei ausbissn...) 3nicht mehr weiter wissen (iatz beißt's aus...)

ausfratschln [ausfrà:dschln]

ausfragen

ausgeschamt (Adj.) [ausgschàmd]

unverschämt, gemein

Ausgezogene, die (Pl.) [Auszo:nge] (Auszogne)

Schmalzküchel

ausgrasen [ausgrå:sn]

Unkraut entfernen, jäten

auskegeln [auske:gln]

auskugeln

ausklauben [ausglaum]

aussortieren

auskommen
[auskemmà/auskummà]

1entwischen, entweichen (halt, du kummst mir nimmer aus/iatz is mir a Schoaß auskemma...) 2zurechtkommen, sich gut vertragen (mir kumma guad aus mitnand...)

auslassen [auslassn]

1entlassen, freilassen (...wo ham's denn den auslassen?) 2loslassen (...lass mi aus, sonst schrei i!) 3nachlassen, schwächer werden (i kann nimmer hatschen, meine Haxn lassen aus.)

ausmachen [ausma:chà]

1löschen, zudrehen (mach an Fernseh aus...) 2abmachen, vereinbaren (mir ham an festen Preis ausgmacht...)

ausnameln [ausnà:men]

jemanden mit Spott- oder Schimpfnamen bedenken

ausnasten [ausnassdn]

gefällte Bäume entasten

auspapierln [ausbabiàln]

auspacken, auswickeln (a Guatl auspapierln...)

ausrasten [ausrassdn]

1sich ausruhen, verschnaufen, Pause machen 2wütend, zornig werden, durchdrehen

ausrichten [ausrichdn]

1mitteilen, bestellen, überbringen (richt ihr an scheena Gruaß von mir aus...) 2schlecht über jemand reden, jemanden in der Öffentlichkeit schlechtmachen

aussa [aussà]

ausher, heraus

aussackeln [außàggln]

ausbeuten, ausnehmen (in finanzieller Hinsicht: der hod mi ganz schee ausgsacklt...)

ausschaffen [auschaffà]

1ausweisen, verscheuchen, verjagen 2beim Kartenspielen (Watten) wird der Gegner aufgefordert (ausgeschafft), das Spiel aufzugeben/hinzuschmeißen.

ausscheißen [auschaissn]
(bei jemandem ausgeschissen haben)

bei jemandem "unten durch sein", bei jemandem alle Sympathien verspielt haben (dös Weib hat ausgschissen bei mir!)

ausschlecken
[auschläggà]

auslecken

ausschnaufen [auschnaufà]

sich ausruhen, entspannen, verschnaufen

ausschoppen [auschobbm]

ausfüllen, auspolstern, ausstopfen

ausschweiben
[auschwoàm]
(ausschweiben)

ausspülen

aussigrasen [aussegrå:sn]

seinen Partner betrügen, fremdgehen, Seitensprünge machen

aussikeien [aussekain]

hinauswerfen, wegschmeißen

Aussischmeisser, der
[Ausseschmaissà]

letztes Musikstück des Abends

ausspechten [auschbächdn]

ausspionieren

ausspotten [auschboddn]

sich über jemanden lustig machen, jemanden verlachen, verspotten

ausstaffieren [auschdaffiàn]

1ausstatten, versehen (...d Meiers ham eahna Wohnung mit allerhand neumodische Möbel ausstaffiert.) 2sich einkleiden, herausputzen (...du hast di ja ausstaffiert wiar a Baron!)

aussutzeln
aussuzeln
[außu:zln] (auszutzeln)

auslutschen, aussaugen (Weißwürscht aussutzeln...)

austauchen [ausdauchà]

Suppen- oder Soßenrest mit Brot/Semmel auftunken

Austrag, der [Ausdråg]

Austrag, Altenteil

Auswarts, der
Auswärts
, der [Auswarzz]

Frühling, Frühjahr

auswinden [auswinndn]

auswringen

Auszogne, die (Pl.) [Auszo:nge]
(Ausgezogene)

Schmalzküchel

auszutzeln
auszuzeln
[auszu:zln]
(aussutzeln)

auslutschen, aussaugen  (Weißwürscht auszutzeln...)

Auter, das [Auddà]

Euter

Auterl, das [Auddàl]

kleines, niedliches Auto (der Goggo war a nett's Auterl...) Professionelle Fahrzeugpflege

auweh [auwä/auwä:]

ach du meine Güte, um Himmels willen

auwehzwick [auwezwigg]

um Gottes Willen, Oh, ach (auwehzwick, des gibt heut wieder an Landler, wenn i hoamkimm...)

a weng zweng [àwengzweng]

etwas zu wenig (guad war's scho, bloß a weng zweng...)

awidaucha [å:wedauchà]

jemanden erniedrigen, demütigen

awidoa, sich [å:wedoà] (abidoa)

sich abmühen, abrackern

awo
ach wo
[àwo:]

i wo, keineswegs (awo, des is ned wahr = nee du, das kannste knicken)

 

 

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